ÖBV Veranstaltungen

Würdigungssausstellung Walter Angerer-Niketa
Rückblick/Querschnitt
ÖBV Atrium
1010 Wien, Grillparzerstr. 14
» Lageplan
| Ausstellung | 17.10.2012 bis 18.01.2013 | Mo-Fr 8:00-16:00 Uhr |
Erste umfassende Personale des Künstlers Walter Angerer-Niketa seit rund 20 Jahren
In der ÖBV zeigt Angerer-Niketa einen Überblick über seine Holz- und Steinskulpturen sowie Zeichnungen aus verschiedenen Schaffensperioden: naturalistische Kopf- und Aktstudien aus den 1960er Jahren, blockhafte Formationen aus dem Zeitraum 1968-1975, stark reduzierte neo-konstruktivistischen Werke ab Mitte der 1970er Jahre und deren immer konzentrierter und dichter werdende Fortführung bis in die Gegenwart.
"Das Hauptthema meiner künstlerischen Arbeit ist das Aufzeigen von Spannungsverhältnissen wie: Stabilität-Instabilität, Symmetrie-Asymmetrie, Aktiv-Passiv. Verbunden in einer skulpturalen Einheit symbolisieren sie das Werden und Vergehen, die Gefährdung jeglicher Existenz. Zusätzlich wird die Form auf ein Minimum reduziert, sozusagen signethaft geformt, von allem unnötigen Beiwerk befreit, um als reines Substrat den symbolischen und formalen Ansprüchen gerecht werden zu können.“
Walter Angerer-Niketa
Fotos von der Vernissage
Bericht zur Vernissage
| Vernissage: | 16.10.2012 | um 18 Uhr Begrüßung: Mag. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV Eröffnung: Mag. Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin Musik: Johann Plank, Gitarre |
Seit Mitte der 1970er Jahre bedient sich der Künstler einer reduzierten Farb- und Formvokabulars und erzählt, wie seine „staunende Begeisterung für die Strenge Piet Mondrians“ sowie die „Beschäftigung mit den französischen Existentialisten“ den langwierigen Lösungsprozess von seinem einstigen großen Vorbild Josef Pillhofer beschleunigten. Mitte der 80er Jahre nahm Angerer den spirituellen Beinamen NIKETA an, der im Sanskrit soviel wie „Tempel“ bedeutet. Angerer ist spätestens seit damals künstlerisch bei sich selbst angekommen und das strahlt sein Werk hier und heute auch aus.
Im Zuge der Ausstellungsvorbereitung, dem Aufarbeiten seiner ganz persönlichen Kunstgeschichte und dem Wiederentdecken stringenter Zusammenhänge zwischen den einzelnen Werkphasen stellt Angerer zufrieden fest: „Jetzt blicke ich zurück – mit dieser Ausstellung – und sehe, dass alle vermeintlichen Katastrophen einen für mich wichtigen Sinn hatten.“
„In den Bau der Welt taugt nur der abgeschliffene Stein“. PDF-Datei zum Nachlesen.
Zur Person: Walter Angerer-Niketa
geboren 1940
lebt und arbeitet in Wien und Niederösterreich.
Studium der Bildhauerei an der Akademie der bildenden Künst, Wien.
Lehrtätigkeit Grafikdesign an der Höheren Graphischen Bundes-Lehr- und Versuchsanstalt in Wien bis 2003.
Mehr über den Lebenslauf entnehmen Sie bitter der: Biographie Walter Angerer-Niketa (PDF 39 KB)
