Er läuft und läuft...
Kontinutät und lager Atem zeichnen ÖBV-Bezirksleiter Harald Pallitsch aus: Im Beruf ebenso wie im Laufsport.
Der schnelle Erfolg ist er nicht, der für ihn zählt - zumindest nicht im Beruf. Und auch beim Laufen zählt für den Erfolg nicht nur die Schnelligkeit, so der ÖBV-Bezirklseiter Harald Pallitsch, der neben zahlreichen Laufbewerben, an denen er sich beteiligt, auch noch Zeit findet, hoffnungsvolle Nachwuchstalente zu trainieren.
Schon seit 1988 ist Harald Pallitsch Mitarbeiter der ÖBV, davor war er 15 Jahre lang Fahrdienstleiter bei den Österreichischen Bundesbahnen, ÖBV-Bezirkslei-ter ist er seit 1997. Im Verkauf setzt er voll auf die ÖBV-Philosophie, Kundinnen und Kunden durch langfristige und stetige Betreuung zu überzeugen. Das garantiere den Erfolg, ist Pallitsch überzeugt.
Den langen Atem, den braucht er auch im Spitzensport. Denn wirklich zufrieden ist er als Leistungssportler mit sich selbst selten, vielleicht ein- bis zweimal pro Jahr. Aber richtig stolz auf sich war er über zwei große Erfolge innerhalb kürzester Zeit, genau genommen innerhalb von 17 Stunden: bei den Ungarischen Veteranen-Meisterschaften 2004 lief er seine persönliche Bestzeit auf 5.000 Meter und errang dafür eine Silbermedaille, und am nächsten Tag in der 45er Klasse holte er Gold auf 10.000 Meter. Und dass er 2008 von 21 Läufen 18 mit einem Stockerlplatz abschloss, soll auch nicht unerwähnt bleiben.
Freude bereitet Harald Pallitsch auch der Wiener Gerold Schmidhuber, den er seit vier Jahren trainiert und der 2008 beim Wiener Laufcup siegte - eine von Umfang und Belastung her enorme Leistung. Den 27-jährigen Läufer lernte er auf der Prater Hauptallee beim Trainieren kennen - er beobachtete den jungen Mann und war sofort überzeugt, ein Lauftalent vor sich zu haben. Schmidhuber wiederum war auf der Suche nach einem Trainer. So taten sich die beiden zusammen und sind seither ein „winning team".
Ein Trainer muss ein guter Kommunikator sein, so Pallitsch. Er darf sich nicht darauf beschränken, technisches Wissen zu vermitteln. Er muss mit viel Sensibilität Disbalancen ausgleichen. Dabei kommt ihm selbst die Coachingausbildung zugute, die er als ÖBV-Führungs-kraft absolvierte. „Man muss mit den Elementen tanzen", so beschreibt der ehemalige Balletttänzer das Spannungsfeld zwischen Gelassenheit, Entwicklung, Anspannung und Höchstleistungen, in dem der Spitzensport sich bewegt. Spätestens bei diesem Bild wird klar: Sitzfleisch hat der Mensch keines, alles an ihm ist ständig in Bewegung. Bewegung ist sein Lebenselixier. Und das Laufen hält er für das Lebenselixier schlechthin: Die Bewegung in frischer Luft regt das Herz-Kreislauf-System sowie das Hormonsystem an und dient dem Auf- und Ausbau einer stabilen Muskulatur. Darüber hinaus ist es der einfachste Sport der Welt: es genügen ein paar Schuhe und ein wenig Natur - zumindest für den Einstieg. Natürlich weiß Pallitsch um die Komplexität Bescheid, sobald ernsthaftes Training angesagt ist, und vermittelt dies auch regelmäßig als Trainer in Seminaren.
Er selbst hat im Jahr 2000 mit regelmäßigem Lauftraining begonnen, ist ein Jahr später dem LCC-Wien beigetreten, wurde in die Mittelstreckengruppe von Trainer Manfred Krebs eingeladen und begann 2003 systematisch mit saisonbedingtem Leistungsaufbau und der Erstellung eigener Trainingspläne. Die Liste der Laufevents, an denen er teilnahm, wird seither jedes Jahr länger und länger. Und auch ständige Fort- und Weiterbildung sind ihm wichtig. So absolvierte er von 2005 bis 2007 eine Ausbildung zum Leichtathletiklehrwart. Die Trainerausbildung möchte er in den nächsten Jahren noch vervollständigen.
Sein Beruf, das eigene Training, Ausbildungen und die Arbeit als Trainer: Es scheint, der Mann hat Energie im wahren Überfluss. Die Planung für zusätzliche Aktivitäten ist schon voll im Gang: Gemeinsam mit Herbert Fojtlin, ebenfalls ein ÖBV-Mitarbeiter, wird Harald Pallitsch die sportliche Leitung Leichtathletik im Kunst-und Sportverein der Wiener Berufsschulen übernehmen. Der Name des neuen Vereins steht bereits: KUS ÖBV ProTeam.
