ÖBV – Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – ÖBV Versicherung

Veränderungen in der Maklerbranche

ÖBV bietet langfristig stabile Kooperation

Seit zwei Jahren baut die ÖBV kontinuierlich die Maklerschiene als alternativen Vertriebsweg auf und aus.

Foto: Robert WalfischDie Veränderungen am Markt werden von Robert Walfisch, dem Leiter der zuständigen Abteilung innerhalb der ÖBV, sorgfältig beobachtet. Die ÖBV kann ihren eingeschlagenen Weg fortsetzen. Sie bietet, was kleine und mittelgroße Maklerbetriebe brauchen: eine stabile und verlässliche Partnerschaft, Bereitschaft zu langfristiger Kooperation und solide Expertinnen und Experten für den Austausch von Know-how und Informationen.

ÖBVaktiv: Die Abteilung Alternativer Vertrieb hat in den letzten beiden Jahren die Maklerbetreuung der ÖBV Österreich weit auf Schiene gebracht und wir können mit den bisherigen Ergebnissen sehr zufrieden sein. Welche Herausforderungen für unser Unternehmen entwickeln sich derzeit in der Maklerbranche und welche Strategien hält die ÖBV dafür bereit?

Robert Walfisch: Die Maklerbranche befindet sich in einem Umbruch mit gravierenden Veränderungsprozessen. Die Tendenz geht zu Zusammenschlüssen, da „One Man Shows“ heute immer weniger überlebensfähig sind. In losen Gemeinschaften oder auch Netzwerken können Makler einerseits Personalressourcen gemeinsam nutzen, aber auch Know-how aufbauen, etwa im Bereich der Solvabilitäts-Prüfungen; durch Spezialisierungen kann gemeinsame Expertise in Fachbereichen wie Leben, Unfall oder Betriebliche Altersvorsorge entwickelt werden.

Die Makler brauchen derzeit starken Rückhalt in der Versicherungsbranche und klare Aussagen über die Sicherheit der einzelnen Unternehmen und deren langfristige Zielsetzungen. Mit unserer Ausrichtung als rein österreichisches Unternehmen mit einem konservativen Deckungsstock und unserer klaren, eindeutigen Geschäftspolitik ohne Experimente bieten wir genau diesen Rückhalt und sind damit besonders für kleine und mittelgroße Makler interessant. Auch unsere Gesellschaftsform als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit trägt zu dieser Sicherheit und zur Entwicklung langfristig angelegter Kooperationen bei.

ÖBVaktiv: Die ÖBV beobachtet die Maklerbranche sehr genau und Sie als Abteilungsleiter sind bei den relevanten Anlässen präsent, wie etwa vergangenen Herbst bei der Fachgruppentagung der Makler in der Steiermark, wo Sie auch eingeladen waren zu referieren, oder beim Forum Alpbach, wo die Tiroler Makler einen Arbeitskreis veranstaltet haben.

Robert Walfisch: Die Fachgruppentagung in der Steiermark hatte auf Einladung des Obmannes des Fachgruppenverbandes Gunther Riedlsperger eine sehr interessante Referenten-Besetzung, weil durch den Generaldirektor der VAV, Dr. Norbert Griesmayr, die Sichtweise eines Versicherungsunternehmens präsentiert wurde, das nur mit Maklern arbeitet, durch GD Dr. Othmar Ederer von der Grazer Wechselseitigen ein Multi-Channel-Vertrieb erläutert wurde und durch mich als Vertreter der ÖBV ein „Newcomer“ am Maklermarkt seine Sichtweise sowie die Sicht der Entwicklung des Vertriebskanals der Versicherungsmakler präsentieren konnte.

Sowohl in der Steiermark als auch in Alpbach war die Verunsicherung innerhalb der Maklerbranche Thema. Auslöser dafür ist einerseits die Wirtschaftskrise, andererseits aber die gesetzliche Vorgabe, dass Makler im Rahmen von Solvency II die Solvenz der Unternehmen prüfen müssen. Drittens gibt es innerhalb der EU Bestrebungen, dass in Zukunft statt Provisionen, die in die Kalkulation der Versicherungsbeiträge einfließen, Beratungshonorare eingeführt werden sollen. Ich bin aber überzeugt davon, dass die Makler in Österreich im Privatkundengeschäft in absehbarer Zeit den Marktanteil wesentlich erhöhen können.

ÖBVaktiv: Das Forum Alpbach stand 2009 unter dem Thema Vertrauen. Eine Studie des Kommunikationswissenschafters Prof. DDr. Matthias Karmasin müsste bei den Maklern eigentlich alle Alarmglocken läuten lassen.

Robert Walfisch: Ein Ergebnis der Studie war, dass das Vertrauen in die Banken wesentlich größer ist als in die Versicherungen. 19% der Kundinnen und Kunden vertrauen in erster Linie den Versicherungs-Maklern.

Wie gesagt, die ÖBV ist bei allen Diskussionen in und um die Maklerbranche sehr aufmerksam dabei und die Makler haben unsere Unterstützung. Die Karmasin-Studie und die Diskussionen in Alpbach haben uns darin bestärkt, dass wir mit unserem Weg die richtige Richtung eingeschlagen haben und unsere traditionelle Philosophie ausgedrückt in Slogans wie „Die Versicherung von Mensch zu Mensch“ weiterhin gültig ist.

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