ÖBV – Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – ÖBV Versicherung

Foto v.l.: Manfred Steinberger, Verkaufsdirketor und Walter Zimmermann, Aktuar

Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge aktuell

ÖBV-Bonus für Umsteiger auf das neue „Lebenszyklusmodell“

Die private Zukunftsvorsorge soll als dritte Säule neben den staatlichen und den Betriebspensionen ausgebaut werden. In Österreich ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge ein Instrument dazu und mit staatlichen Prämien, Kapitalgarantie und lebenslanger steuerfreier Rentenauszahlung überaus attraktiv gestaltet. Als Folge der Finanzkrise wurden 2010 gesetzliche Anpassungen des Produkts vorgenommen.

Die ÖBV erhöht zusätzlich zu den gesetzlichen Garantiebestimmungen die Kapitalgarantie bei Unfalltod auf insgesamt 150 % und bietet für Umsteiger auf das geänderte Versicherungsprodukt (Lebenszyklusmodell) einen attraktiven Zusatznutzen in Form einer Rententafelgarantie. ÖBVaktiv bat Vertriebsdirektor Manfred Steinberger und den Leiter der Abteilung Versicherungsmathematik, Aktuar Walter Zimmermann, zum Gespräch über das Produkt.

ÖBVaktiv: Seit 2003 wird die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge mit einer staatlichen Prämie zwischen 8,5 und 13,5% des jährlichen Einzahlungsbetrags angeboten. Das Ziel: die private Vorsorge als dritte Säule neben der staatlichen Pension und den Betriebspensionen verstärkt zu verankern. Wie hat sich dieses Vorsorgeprodukt am Markt und wie hat es sich bei der ÖBV entwickelt?

Manfred Steinberger: Es gibt bisher in Österreich insgesamt etwa 1,45 Millionen Verträge, davon wurden 1,3 Millionen bei Versicherungen, der Rest bei Kapitalanlagegesellschaften abgeschlossen. Laut Finanzmarktaufsicht hat jeder vierte Österreicher unter 60 Jahren eine prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge laufen.

Walter Zimmermann: Die ÖBV hat bisher rund 15.000 Verträge mit einer Jahresprämie von 10 Millionen Euro abgeschlossen. Das veranlagte Kapital beträgt zurzeit 41 Millionen, 27 davon sind im klassischen Deckungsstock und 14 im Zukunftsvorsorge-Aktienfonds der Ringturm KAG veranlagt.

ÖBVaktiv: Welchen Stellenwert hat die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge bei der ÖBV?

Manfred Steinberger: Unser Marktanteil ist nicht sehr groß, weil wir mit der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge jetzt erst durchstarten. Zur Zeit der Einführung, 2003, und in den Folgejahren haben wir unser Hauptaugenmerk auf den Verkauf von Verträgen zur Zukunftsicherung gemäß § 3 Abs. 15 EStG gelegt – wir haben damals jährlich 40.000 bis 50.000 Verträge abgeschlossen und hatten alle Hände voll zu tun. Daher ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge etwas langsamer auf Touren gekommen.

ÖBVaktiv: 2010 sind vom Gesetzgeber Änderungen durchgeführt worden – Stichwort: Lebenszyklusmodell. Welche Veränderungen sind das?

Walter Zimmermann:

Eine grundlegende Veränderung betrifft die Mindest-Aktienquote. Der bisher gültige Anteil war mindestens 40%, jetzt sind es mindestens 30%.

Der Anteil wird nun auch nach Alter abgestuft: ab 45 Jahren sind es mindestens 25% und ab 55 Jahren nur mehr mindestens 15%. Das heißt, je näher die Versicherten dem Pensionsalter kommen, desto mehr wird das Risiko von Kursschwankungen reduziert. Dieses Modell wird Lebenszyklusmodell genannt und entspricht im Wesentlichen auch dem Pensionskassenmodell. Es hat sich gezeigt, dass der 40%-Aktienanteil doch etwas hoch gegriffen war. Die ÖBV-Veranlagungsbeiträge wurden im Verhältnis 40:60 aufgeteilt. Die Aktienquote im gesamten Bestand beträgt per Anfang Juli 2010 ca. 34% und spiegelt die Entwicklung an den Börsen in den letzten Jahren wider.

Manfred Steinberger: Diese Änderung folgt auch der Meinung, dass bei Veranlagungen in Aktien die Laufzeit dein bester Freund ist.

Langfristig betrachtet, können mit Aktien höhere Erträge erzielt werden als mit anderen Sparformen. Je kürzer die Laufzeit, desto höher ist das Risiko, dass sich extreme Schwankungen kurz vor Pensionsantritt negativ auf die Höhe der Rentenzahlung auswirken – je länger die Laufzeit, desto weniger wirksam sind Kursrückgänge oder -schwankungen.

ÖBVaktiv: Was bedeuten Veränderungen, wie vorhin beschrieben, für die Versicherungsmathematik – was bedeuten sie für den Vertrieb?

Walter Zimmermann: Für die Versicherungsmathematik bedeutet das, dass die Gestaltung des Produkts auf die geänderten Aktienquoten abzustimmen ist. Wir waren aber in der vorteilhaften Lage, dass wir mit unserem Modell keinen komplett neuen Tarif konzipieren mussten. Bis Ende des Jahres werden wir die Umstellung vollzogen bzw. auf das Mindesterfordernis von 30% ausgerichtet haben. 2010 haben wir bei Neuveranlagungen die Quote 40:60 noch weiter beibehalten.

ÖBVaktiv: Was passiert mit bestehenden Verträgen?

Walter Zimmermann: Wir werden einen Umstieg ermöglichen. Zusätzlich und als Anreiz bieten wir an, dass die Rente nach der derzeit aktuellen Rententafel garantiert wird; d. h. die Höhe der Pension richtet sich nicht nach der Rententafel zum Zeitpunkt des Pensionsantritts, sondern wird entsprechend der derzeit gültigen Rententafel AVÖ2005R garantiert. Das ist ein sehr attraktives Angebot, mit dem wir den Umstieg aktiv anbieten wollen. Zur Erklärung: Die Rententafeln werden alle zehn Jahre entsprechend den Ergebnissen der Volkszählung aktualisiert. Durch die steigende Lebenserwartung werden künftige Renten niedriger ausfallen.

Manfred Steinberger: Das „Zuckerl“, das die ÖBV für den Umstieg bietet, werden wir auch in der Werbung in den Vordergrund rücken, selbstverständlich aber – neben der staatlichen Prämie – auch das eigentliche „Highlight“ des Produkts: die lebenslange Steuerfreiheit der Rente. Die Lohnsteuer macht je nach Einkommen zwischen 36,5% und 50% aus, die bei herkömmlichen Renten bezahlt werden müssen.

Die Kapitalgarantie ist natürlich auch ein Punkt, der betont werden muss. Das Produkt insgesamt ist für den Versicherten verständlich: die Höhe der Rente, die er sich daraus erwartet, ist durch die Neuerungen noch stärker abgesichert als davor. Deshalb ist es auch für den Außendienst einfach, dieses Produkt zu beraten.

ÖBVaktiv: Welche speziellen Vorteile bieten wir als ÖBV den Kundinnen und Kunden bei der prämienbegünstigten Zukunftsvorsorge über die Rententafeln hinaus?

Walter Zimmermann: Neben der angesprochenen Kapitalgarantie auf die einbezahlten Prämien und der staatlichen Förderung leisten wir bei Ableben durch Unfall mindestens 150% der einbezahlten Beiträge und der staatlichen Förderung.

ÖBVaktiv: Wird der Verkauf einen Schwerpunkt auf die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge setzen?

Manfred Steinberger: Worauf wir in der Beratung Wert legen, ist die steigende Bedeutung der privaten Zukunftsvorsorge, der dritten Säule neben staatlicher und betrieblicher Vorsorge. Es wird auch immer mehr erkannt, dass jeder selbst etwas tun muss – und die Prämienbegünstigte ist eine Reaktion darauf.

Walter Zimmermann: Ich meine,

das Produkt wird erst in Zukunft richtig geschätzt werden. Unsere Generation ist noch von einer relativ hohen staatlichen Pension „verwöhnt“, aber die heute jungen Menschen und zukünftigen Generationen müssen sich viel stärker an den Gedanken der Eigenvorsorge gewöhnen. Die staatlichen Pensionen werden sicherlich reduziert werden.

Manfred Steinberger: Nachdem aber niemand weiß, was in Zukunft passieren wird und welche Reform welche Auswirkungen haben wird, versuchen wir über die individuelle Situation den Bedarf zu verdeutlichen. Mit unserer Kampagne „Kostenlos in die Pension“ zeigen wir dem Kunden mittels einer Haushaltsrechnung, wie er Kosten in der Pension loswerden kann, sei es für die Miete, seien es Kosten für die Mobilität, für Essen und Kleidung etc. Wir sagen, was er ansparen muss, um diese Kosten später abgedeckt zu haben. Dadurch müssen wir bezüglich bevorstehender Pensionsreformen nicht orakeln, sondern der Kunde weiß, was ihn erwartet. Wir sehen das auch als echten Beitrag zu Lebensqualität im Alter, zu einem „Golden Age“.

ÖBVaktiv: Noch einmal zurück zur Prämienbegünstigten: In letzter Zeit war häufig von der Ausstoppung von Verträgen die Rede. Was bedeutet das und betrifft das auch die ÖBV?

Walter Zimmermann: Wir sind mit unserer Variante in der angenehmen Lage, nicht ausgestoppt zu sein. Mitbewerber haben im Zuge der Negativentwicklung an den Börsen in den beiden letzten Jahren in sichere Wertpapiere umgeschichtet und kommen dort jetzt nicht mehr heraus. Man kann dann an den Aktienkurssteigerungen nicht mehr partizipieren.

Manfred Steinberger: Der Grund für diesen Schritt war für viele, dass die Kapitalgarantie nicht mehr gegeben war. Sie mussten im festverzinslichen, risikolosen Bereich bleiben, weil sie sonst die gesetzlich vorgeschriebene Kapitalgarantie nicht einhalten können.

Walter Zimmermann: Unsere Kunden partizipieren an der Entwicklung im Aktienfonds. Das sich aus der Volatilität ergebende Risiko wird durch die Kapitalgarantie akzeptabel aufgefangen. Diese Kapitalgarantie wird durch die Kombination der Veranlagung im klassischen Deckungsstock und darüber hinaus mittels eines Rückversicherungsvertrags abgedeckt. Der Rückversicherer garantiert, eventuell offene Differenzen abzudecken, sollte sich der Aktienanteil negativ entwickeln. Die Prämie, die wir dafür bezahlen, ist verkraftbar und wird den Kunden nicht weiter verrechnet.

Prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge „Lebenszyklusmodell“

Neben staatlicher und betrieblicher Pension ist die private Altersvorsorge das dritte Standbein der finanziellen Zukunftsabsicherung – eine Form davon ist die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge.

Die Vorteile:

Staatliche Förderung
Einzahlungen werden mit einer staatlichen Prämie gefördert, die zwischen 8,5% und 13,5% liegt. 2010 sind es 9%, höchstens 203,74 Euro.

Veranlagung
Die prämienbegünstigte Zukunftsvorsorge verfügt seit 2010 über einen gesetzlich festgelegten Aktienanteil von mindestens 30%, der mit steigendem Lebensalter sinkt.

Vertragsdauer
Die Mindestvertragsdauer beträgt 15 Jahre; ab Alter 50 abgestuft bis mindestens 10 Jahre.

Steuerfreiheit
Kapital und Förderung bleiben bei Vereinbarung über künftigen Bezug als Rente steuerfrei: keine Versicherungssteuer, keine Kapitalertragssteuer, keine Einkommenssteuer.

Auszahlung
Die Zusatzpension aus der prämiengeförderten Zukunftsvorsorge kann frühestens nach zehn Jahren und nach Vollendung des 40. Lebensjahrs ausbezahlt werden.

Was die ÖBV zusätzlich bietet: eine Garantie der Rententafel bei Vertragsabschluss

Kapitalgarantie bei Ableben vor Pensionsantritt bzw. bei Pensionierung
100% Kapitalgarantie auf die einbezahlten Beiträge und auf die erhaltenen staatlichen Förderungen.

Was die ÖBV zusätzlich bietet: eine Erhöhung der Kapitalgarantie auf insgesamt 150% bei Ableben durch Unfall

Ihre ÖBV-Beraterin/Ihr ÖBV-Berater informiert Sie gerne ausführlich ganz nach Ihren individuellen Bedürfnissen.

 

Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit