Mit der ÖBV durchs Leben
Wolfgang Schattauer - Gold in Peking bei den Paralympics. Die Krönung einer Karriere
Glauben Sie an einen Sieg? Das fragten wir noch wenige Tage vor seiner Abreise nach Peking den Handbiker Wolfgang Schattauer in einem schattigen Gastgarten in Wien.
Die Antwort war ein wenig ausweichend: Er wisse nicht, wie die lange Reise und die Umstellung auf ein anderes Klima sich auf seine Kondition auswirke, auch die Luftqualität in Peking sei ein Faktor, den er nicht einschätzen könne und außerdem wolle er nichts verschreien. Auf jeden Fall klopften wir auf Holz und drückten für den Start im September alle verfügbaren Daumen. Mehr geholfen hat wohl das unvergleichlich ausdauernde und unermüdliche Training der letzten Jahre: Nach zwei Weltmeistertiteln ist Wolfgang Schattauer nun an der Weltspitze in seiner Disziplin angelangt.
Der Wiener ist seit einem Fahrrad-Unfall vor neun Jahren querschnittgelähmt. Damals rammte ihn ein bis dato nicht ausgeforschter PKW-Lenker während einer Trainingseinheit auf dem Rennrad und verletzte ihn lebensgefährlich. Der Mut und sein sportlicher Ehrgeiz haben Schattauer, der davor bereits fünfmal den Ironman auf Hawaii beendet und zu den besten Triathleten Österreichs gezählt hatte, aber auch nach acht Wochen Intensivstation nicht verlassen. Er wollte auf jeden Fall wieder sportlich aktiv sein.
„Es ist der Lohn für lange Trainingsjahre“, so der Beamte des Innenministeriums nach seinem Erfolg in Peking. Bei extremer Hitze blieb der 48-Jährige mit 29:57:77 Minuten als einziger unter einer halben Stunde.

Seit Jahren zählen der Ausnahmesportler und seine Frau Ingrid, deren Unterstützung für die sportliche Karriere ihres Mannes beachtlich ist, zur ÖBV-Familie – wir wollen an dieser Stelle „unserem Wolfgang Schattauer“ aus ganzem Herzen gratulieren!
