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Max Wenisch

Der Weltklasseläufer, fünffache Familienvater und Beamte über seine Erfolge, seine Niederlagen, seine Ziele und natürlich über seine Leidenschaft: das Laufen.

Je größer die Ziele sind, desto leichter ist der Weg dorthin. Ein großes Ziel kann man nur erreichen, wenn man sich auch ein großes Ziel setzt. Und wer sich kein großes Ziel setzt - kann auch kein großes Ziel erreichen.

Nach diesem Motto ist auch das Training bei allen Bedingungen leichter, weil ich genau weiß, warum ich mir das antue und wohin ich will. Wer sich kein Ziel setzt, hat das Problem, sich ständig zu fragen, warum er etwas überhaupt tun soll.

Und wenn jemand nur das Ziel hat - er/sie möchte abnehmen oder einfach gesund bleiben, dann hat man schon ein Ziel, auf das man hinarbeiten kann. Je besser man wird, desto leichter wird es dann auch, das Ziel zu erreichen.

Meine Frau steht voll hinter meinen Zielen. An Tagen, wo ich demotiviert bin, wo vielleicht das Wetter noch miserabel ist, ist sie die treibende Kraft. In diesen Phasen gibt sie mir die Unterstützung, die ich brauche.

In den letzten Jahren ist eine kleine Laufwelle losgetreten worden. Im Moment gibt es sehr viele Neueinsteiger. Ein ehemaliger Schulkollege von mir, der hatte schon 120 kg, hat mit Hilfe des Laufens bereits 20 Kilo abgenommen und ist heuer erstmals beim Silvesterlauf angetreten. Gemeinsam mit seiner Frau. Beide waren überglücklich, das Ziel erreicht zu haben. Sie werden sicher weitermachen.

Laufen ist eine Sache, die man eigentlich überall machen kann. Sogar Politiker machen uns das ja bereits vor. Die Laufschuhe kann man immer bei sich haben. Und viele haben schon bemerkt, dass Laufen mehr als nur ein Sport ist, nämlich auch ein hervorragendes Mittel zur Entspannung und zum Stressabbau, gerade weil Laufen die ursprünglichste Bewegung des Menschen ist.

Nur beim Laufen ist es möglich, sich ohne Hilfsgeräte fortzubewegen. Und darüber hinaus ist es möglich, sich total entspannt zu bewegen. Und es bietet die Möglichkeit, sich geistig mit seinen Problemen auseinander zu setzen, Probleme zu erledigen. Es ist wie ein Brunnen, in dem die Probleme am Grund liegen. Rührt man darin um, kommen die Probleme an die Oberfläche. Dinge kommen zu Tage, die man eigentlich schon vergessen hat: Probleme, die noch nicht verarbeitet oder gelöst worden sind. Diese Probleme erledigen sich dann beim Laufen von selbst. Training darf aber kein zusätzlicher Stressfaktor werden.

Zur Person: Max Wenisch

  • geboren am 24.6.1961
  • vierfacher Marathon-Staatsmeister in den Jahren 1994, 1995, 1996 und 2000
  • zweifacher Halb-Marathon-Staatsmeister in den Jahren 1994 und 1996
  • beim Vienna-City-Marathon 6-mal bester Österreicher
    Teilnahme am WM-Marathon 1997 in Athen
  • Marathon Siege: Salzburg 1994, Klagenfurt 1996, Graz 2000
  • persönliche Marathon-Bestzeit:
    2 Stunden 13 Minuten 49 Sekunden
  • persönliche Halb-Marathon-Bestzeit:
    1 Stunde 4 Minuten 9 Sekunden

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