ÖBV-Veranstaltungen und Events 2002
ferner. fremder. divan
Lesung mit Lichtinstallationen
ÖBV-Atrium, Grillparzerstr. 14, 1010 Wien
18., 19. und 20. März 2002
Rezitation:
Cécile Nordegg, Jonathan Berkh
Musik: Alexander Czjzek, Saxophon, Philipp Tenta, Flöte,
Kevan Teherani, Schlagwerk
Technik: Horst Hubbauer
Die ÖBV bot dazu an drei Abenden mit islamischer Literatur die Gelegenheit - stimmungsvoll inszeniert vom Künstlerpaar Cécile Nordegg und Jonathan Berkh, die einen poetischen Textreigen über sieben Jahrhunderte spannten, von der persischen Sufi-Tradition aus dem 13. Jahrhundert bis zur Gegenwart, mit Texten der bekannten österreichischen Autorin Barbara Frischmuth und der engagierten algerischen Schriftstellerin Assia Djebar.
Texte:
"Gesänge des tanzenden Gottesfreundes", Rumí
"Liebesgedichte", Hafis
"Der östliche Divan", D. Karahasan
"Fern von Medina", A. Djebar
"Der wahre Schleier ist das Schweigen", J. Szostak / S. Taufiq
"Persische Märchen"
"Das Mädchen, das ich war", T. Nasrin
"Das ist meine Nacht", A. Rifaat
"Vogelgespräche", Attar
"Das Verschwinden des Schattens in der Sonne", B. Frischmuth
"Unsere Welt aber ist in sich eins und ganzheitlich, was bedeutet, dass ein Gott sie erschuf, diese Welt ist in sich verschiedenartig und schön, was bedeutet, dass der barmherzige Gott sie mit Liebe ins Leben rief. So denke ich, und ich kann dafür viele Beweise anführen, obwohl jeder ausreichte, dass die Liebe Gegensätze in Einklang bringt und nicht eines der gegensätzlichen Dinge, wie der Hass es auferlegt."
D. Karahasan
"Meiner Seele Morgenlicht,
sei nicht fern, o sei nicht fern!
Meiner Liebe Traumgesicht,
sei nicht fern, o sei nicht fern!
Leben ist, wohin du blickst,
Tod, wo du dich wendest ab."
Rumi
"Dann ergriff ihn die Sehnsucht der Jugend und er begriff, dass der richtige Glaube bedeutet, im Leben gegen die Versuchung des Teufels zu kämpfen, und nicht, sich in die Einsamkeit zurückzuziehen und ein Leben in Verlassenheit zu führen."
Arifa Rifaat
