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Erna Frank

ÖBV-Veranstaltungen und Events 2003
Erna Frank: Bilder - Skulpturen - Zeichnungen

Ein Streifzug durch viele Jahre künstlerischen Lebens.

ÖBV-Atrium, Grillparzerstr. 14, 1010 Wien
Vernissage am 30.1.2003 um 19.30 Uhr
Ausstellung: 31.1. bis 04.4.2003 wochentags von 8.00 bis 16.00 Uhr

Nach der Begrüßung durch GD Dr. Johann Hauf präsentierte Walter Famler die aktuelle Ausgabe der Zeitschrift Wespennest, die dem Werk der Künstlerin gewidmet ist und hielt auch die „Laudatio“ auf Erna Frank.

„Ich sehe die Einsamkeit des Menschen"

So kommunikativ und offen Erna Frank im Privaten ist, so zurückhaltend ist sie mit Auskünften über Arbeit und Werk. Öffentlichkeit ist nicht ihre Sache, scheinbar ein Widerspruch zur politischen Haltung, die ihrem Werk immanent ist.

In der Angabe von Lebens- und Werkdaten agiert Erna Frank minimalistisch. 1942 geboren in Wien, 58-65 Akademie für Angewandte Kunst in Wien, 1965 Diplom für Malerei und Preis der Akademie, 1977 Staatsstipendium für bildende Kunst, seit 1978 Beschäftigung mit bildhauerischer Tätigkeit, 1980 Theodor Körner Preis, 1985 Preis der Stadt Wien, Ausstellungen im In- und Ausland.

Im künstlerischen Ausdruck ist Erna Frank alles andere als minimalistisch, sehr massiv äußert sie sich mittels ihrer Kunst und verweigert Eigeninterpretationen und Promotion. Das ist sympathisch, aber auch problematisch, nämlich dann, wenn wie in Wespennest 129 geschehen, Werk und Person im Portrait dargestellt werden sollen.

Der erste Interviewtermin mit Erna läuft von Beginn in einem Rollenwechsel ab, fünf Stunden lang interviewt nämlich Erna den Interviewer, der danach so erschöpft ist, dass er keine Frage mehr stellen kann, und einen zweiten Termin für eine Woche später vereinbart.

Bei diesem präsentiert Erna Frank dann ein Konvolut von Skizzen und Notizen, verweigert Fragen und Antworten mit dem Hinweis, hier stünde alles Wesentliche drin und darüber hinaus sei nichts zu sagen. Wir einigen uns schließlich auf den Abdruck Ihrer Notizblätter, die zögernd gegebene Zustimmung bereut Erna bei Erscheinen der Zeitschrift dann ausführlich und heftig. Dass Josef Bucek eine Seite zu Werk und Person verfassen durfte, grenzt an ein Wunder.

Das Arrangieren eines Fototermins in ihrem Atelier bedarf eines Übermaßes an Überredungskunst und endlich im Atelier soll der Fotograf ständig die Bilder und Plastiken, die eine unermüdliche Erna aus allen Winkeln vor's Objektiv schleppt, ablichten, aber nur ja nicht Erna Frank. Vom vorzüglichen Resultat der Fotoarbeit Reinhard Öhners sind schließlich alle begeistert außer Erna, denn auf jeder Foto-Seite will sie ihre Bilder sehen, nie jedoch sich selbst. Neben zwei älteren Zeichnungen finden Sie im aktuellen Wespennest acht Zeichnungen aus der aktuellen Schaffensperiode. „Die letzten Arbeiten" -formuliert Erna Frank dazu in ihren Notizen - „sind Zeichnungen. Sie beschäftigen sich mit Mann und Frau in vielen Variationen und Situationen. Grotesken des menschlichen Zusammenlebens. Psychologische und anekdotisch-karikaturistische Situationskomik. Eine Reportage der zwischenmenschlichen Beziehung. Die Zeichnungen sind expressiver geworden."

Vor vielen Jahren hat Erna Frank offensichtlich doch einmal ein Interview gegeben:
Frage: Warum immer wieder die Darstellung von Menschen?

E. F.: Der Mensch steht nun einmal im Mittelpunkt meiner Arbeit, das ist mein Hauptthema. Je öfter ich etwas wiederhole, desto tiefer dringe ich in das Wesen des Menschen ein. Ich bin so etwas wie ein Reporter der menschlichen Psyche.

Frage: Und was sieht der Reporter ?
E. F.: Ich sehe die Einsamkeit des Menschen, aber auch die Zweisamkeit.
Jedoch: hinter der Zweisamkeit steht die Unmöglichkeit des Zusammenfindens.

In den im Wespennest abgedruckten Notizen und Exzerpten beantwortet Erna Frank die Frage nach dem Warum und Immerwieder ihrer Menschendarstellung dann noch einmal wie folgt: „Wir leben in einer Zeit, in der es ein Zwang ist, ununterbrochen Neuigkeiten auf dem Gebiet der Kunst anzubieten, die oft sehr spekulativ, manipulativ sind und oft aus intellektuellen Spielchen entstehen. Dagegen nehme ich mir das Recht heraus, eine innere Entwicklung durchzumachen."

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Übersicht Veranstaltungen 2003

 

 

 

 

 

GD Dr. Hauf, Erna Frank, Walter Famler, Herbert Maurer

Walter Famler

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Ohne Titel

Skulptur


Skulptur

 

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