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Foto: Oswald Stimm tanzt

ÖBV-Veranstaltungen und Events 2005
Oswald Stimm Werkschau

ÖBV-Atrium
1010 Wien, Grillparzerstr. 14
Vernissage: "Oswald Stimm tanzt"
Dienstag, 25.10.2005, 18:00 Uhr
Ausstellung bis 13.01.2006 Mo-Fr 8:00 bis 16:00 Uhr

Zur Person: Oswald Stimm

Foto: Oswald Stimm

Ein Auszug aus dem Artikel "Die Geometrie bändigen" Von Kristian Sotriffer

Oswald Stimm schuf im Rahmen der österreichischen Skulptur einzigartige kompakt-offene Systeme: Einer, der auszog und nie mehr ganz zurückkehrte

Was Oswald Stimm beschäftigt, was ihn neugierig macht, was ihn langsame Schritte gehen läßt, nach vorn, dann wieder ein wenig zurück; prüfend, überlegend, zweifelnd, findend, verändernd oder neu konzipierend - all dies läßt sich vor seinen Arbeiten als theoretische Grundvorstellung erleben, die von der Praxis überspielt wird. Der Bildhauer oder Konstrukteur handelt denkend und denkt handelnd. Er folgt keinem ausgesprochenen Konzept sondern einer (natürlich von vielen Quellen gespeisten) Vorstellung, die sich nur aus dem Arbeitsprozeß selbst, dem Prüfen, Abwägen, Korrigieren und Neufügen heraus in ein Werk umsetzen läßt. Wofür eine notwendige Basis jedoch früh gelegt wurde.

Foto:  Stadt frisst sich in die Landschaft
"Stadt frisst sich in die Landschaft", 1995

Stimm war auf Neuerungen aus, ohne sie erzwingen zu wollen oder daraus ein Prinzip zu machen. Denn sein intimes Verhältnis zu verschiedenen Materialien hat ihn auch dazu gebracht, nicht auf einmal gewonnenen Erkenntnissen zu beharren, sondern sie tätig zu erweitern, also weiterzusuchen, auf Ergebnisse zu reagieren. Die Entwicklung, wie er sie durchlaufen hat, ist eine eher unorthodoxe, gelegentlich vielleicht widersprüchliche, jedenfalls aber lebendige. Dabei ging er stets bedachtsam vor, was zu keiner übergroßen Produktion geführt hat und schon gar nicht zu einer Manier, einem bloßen Ausspielen von Fertigkeiten und Methoden, die ihn ohne weiteres fixierbar, einer „Richtung" zuzuordnen erscheinen ließe.

Das Gegenteil ist der Fall, von Anfang an. Der Künstler unterwirft sich weder eigenen noch übernommenen Regeln sondern läßt auf sich zukommen, was er dann einem behutsam entwickelten Ordnungsprozeß einfügt, wobei er die Öffnungen im doppelten Wortsinn liebt: Sie bestimmen sowohl seine Arbeiten wie das, was der Betrachter an ihnen als nicht abgeschlossenes, weiterführendes, die Auseinandersetzung förderndes Element erkennen kann.

Übersicht Veranstaltungen 2005

 

 

 

 

 

 

 

 

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