
Foto: v.l. GD Dr. Johann Hauf, Bundesministerin Liese Prokop, Ernst Köpl, Copart
ÖBV-Veranstaltungen und Events 2006
COPART Talk
ÖBV-Atrium
1010 Wien, Grillparzerstr. 14
am 09.03.2006 Beginn um 117:30 Uhr
Mit Liese Prokop, Bundesministerin für Inneres
Die Reihe COPART TALK stellt in der Öffentlichkeit stehende Menschen von einer etwas anderen Seite vor.
Ernst Köpl ist immer dort, wo sich das kreative Potential der Exekutivbeamten sammelt und an die Öffentlichkeit stößt. Dazu wurde der Verein COPART gegründet. In der Reihe COPART-Talk zeigen sich Menschen, die in der Öffentlichkeit stehen von der etwas anderen Seite. Dabei sollte es kräftig „menscheln“.
Am 9. März lud Ernst Köpl als Gründer des Vereins COPART Innenministerin Liese Prokop zum Talk ins Atrium der Österreichischen Beamtenversicherung. Dabei gab es Berührungsängste auf keinen Seiten.
Vom Weltrekord ins BMI
Den Rückblick auf ihre erfolgreiche Sportkarriere fasst
Liese Prokop kurz und bündig zusammen: „Gute Erinnerungen
an schöne Zeiten“. Genauer gesagt an das Ende der
60er Jahre, als sich Liese Prokop ihren Ruf als eine der besten
Leichtathletikerinnen Österreichs erworben hat. Sie holte
die Olympische Silbermedaille im Fünfkampf bei den Spielen
in Mexiko 1968 und kürte sich 1969 mit dem Weltrekord
im Fünfkampf zur Europameisterin.
Im selben Jahr stellte sie sich der Aufgabe des Niederösterreichischen
Landtages, obwohl sie doch eigentlich in die Werbebranche
gehen wollte. Das wäre ein ganz neues Gebiet gewesen
in der damaligen Zeit, aber „junge Leute lassen sich
nix sagen“.
Vom Wohnzimmer in die Lagerhalle
Nach 35 Jahren niederösterreichischer Landespolitik, „gibt es kaum einen Sportplatz auf dem ich nicht irgend etwas eingeweiht habe“, so die Innenministerin. Der Umstieg von Niederösterreich ins Bundesministerium für Inneres „war zunächst eine Katastrophe, aber die Entscheidung musste bekanntlich schnell gehen“. Ernst Köpls Vergleich, sie sei vom gemütlichen Wohnzimmer in eine große Lagerhalle geraten, gefiel ihr sehr gut. Sie gab offen zu, dass sie sich bei mehr Bedenkzeit vermutlich anders entschieden hätte, aber umso glücklicher ist sie heute darüber. „Ich habe in jeder Minute gelernt. Es war eine andere Welt, aber sehr spannend!“
Vom Stress
Auf die Frage, wie sie in ihren vielen Ämtern mit ihrer Familie zurecht komme und wie das gehen könne, dass der Mensch nicht auf der Strecke bleibt, antwortet sie: „Jede Stunde ist, was sie gerade ist. Man muss lernen ohne persönlichen Druck alles so zu nehmen wie es kommt, sonst hält man den Anforderungen nicht stand.“ Es ist eben alles eine Frage des Zeitmanagements.
Zur Zukunft
Ihre Wünsche für die Zukunft teilt sie auf. Als
Bundesministerin liegt ihr die emotionale Frage der Fremdenpolitik
am Herzen. Es gelte die Balance zwischen Migration und Integration
zu finden. Als zweiten Punkt betont sie die Sicherheit. Denn
das sei es, was jeder Mensch zum Wohlfühlen brauche.
Die Exekutive, die sie zu Beginn ihrer Amtszeit gar nicht
so gut kannte, hält sie für sehr engagiert und attestiert
ihr hervorragende Arbeit.
Der Privatmensch Liese Prokop plant nicht weit voraus und
„nimmt’s wie’s kommt“. Wenn sie in
ihrer Freizeit die Seele baumeln lassen kann, mit Freunden
Karten spielt und ein wenig blödelt, dann ist das alles,
was sie zur Entspannung braucht.

Foto: GD Dr. Hauf, GD Dr. Buxbaum, Dr. Lauber, Polizeidirektor Schwechat
Beim anschließenden Buffet gab es noch die Möglichkeit zum Smalltalk mit der Frau Minister – ganz entspannt versteht sich!
Eine Veranstaltung von COPART in Zusammenarbeit mit der ÖBV.
