ÖBV-Veranstaltungen und Events 2006
ÖBV-Dialog: Arbeit ist unser Kapital
Im Spannungsfeld des öffentlichen Dienstes
19. September 2006, 18:00 Uhr
ÖBV-Atrium
Grillparzerstraße 14
1010 Wien (Rathausviertel)
Eine Veranstaltung der ÖBV gemeinsam mit der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD)
Es diskutieren:
Dr. Christian Schulte, Baden-Baden, Hessischer Rundfunk, Moderator
Mag.a Margit Appel, Wien, Katholische Sozialakademie
Österreichs
Dipl. Sozialwirt Hubert Resch, Bremen, Vorstandsmitglied der
Bremer Straßenbahn AG i.R. und Vorsitzender des Vereins
Forum für Arbeit
Dr. Franz Schellhorn, Wien, Die Presse
In welcher Verfassung ist der öffentliche Dienst? Welche
Krisensymptome und Fehlentwicklungen bestimmen das Bild? Bedeutet
Privatisierung Veruntreuung öffentlicher Dienstleistungen
in der Hand profitorientierter Konzerne oder frischen, notwendigen
Wind in der Starre der öffentlichen Einrichtungen? Ist
die gegenwärtige Beschäftigungskrise in Europa Symptom
einer umfassenden gesellschaftlichen Krise? Verkommt der Mensch
als Faktor Arbeit zu einer disponiblen, technokratischen Größe?
Was ist eigentlich Arbeit?
Durch das Thema „Arbeit ist unser Kapital. Im Spannungsfeld des öffentlichen Dienstes“ führte Dr. Christian Schulte, Moderator des Hessischen Rundfunks. Es diskutierten Mag. Margit Appel von der Katholischen Sozialakademie Österreichs, Dipl. Sozialwirt Hubert Resch, Vorstandsmitglied der Bremer Straßenbahn AG i.R und Vorsitzender des Vereins „Forum Arbeit“ sowie Dr. Franz Schellhorn Ressortleiter Wirtschaft in der Tageszeitung Die Presse.
In zweistündiger Auseinandersetzung wurden eine aktuelle Bestandsaufnahme sowie eine zukünftige Orientierung des öffentlichen Dienstes erörtert. Das Rollenverständnis des öffentlichen Dienstes unterliegt einem Wandel, war man sich in der hochrangigen Expertenrunde einig. Durchwegs unterschiedlich ging man mit kritischen Betrachtungen von Krisensymptomen oder Fehlentwicklungen um.
Der allgemeine Druck auf den öffentlichen Dienst respektive
auf öffentliche Systeme als solche steigt zunehmend.
Bereits erreichte und noch anzustrebende Effizienzsteigerungen
wurden analysiert, Modernisierung ohne schnelllebige Managementmoden
in Betracht gezogen sowie die Rückbesinnung auf die ungebrochene
und zeitlose Orientierung am Gemeinwohl gefordert. Zukunftsweisender
Abschluss für den Abend waren Entwürfe und Perspektiven
für die nächsten Jahre. Man widmete sich den Herausforderungen
und den Antworten, die eine neue Zeit an die Öffentliche
Verwaltung stellen wird. Unter den Gästen und Mitdiskutanten
war u.a. Fritz Neugebauer, Vorsitzender der Gewerkschaft Öffentlicher
Dienst.
Link: GÖD
Margit Appel: Neuer Geschmack von Effizien
Privatisierung öffentlicher Dienstleistungen ist Rückschritt im solidarischen System.
