ÖBV-Veranstaltungen und Events 2006
tandem - Polizisten treffen Migranten
Buchpräsentation
ÖBV-Atrium
1010 Wien, Grillparzerstr. 14
am "Öffentlichen Dienst-Tag der ÖBV":
25.04.2006 Beginn um 18:00 Uhr
"Alles was man missverstehen kann, kann man auch verstehen."
(Elfriede Gerstl)
Lesung: Erich Hackl, Alma Hadzibeganovic, Renate Welsh-Rabady,
Heinz Janisch
Musik: Mosa Sisic and the Modern Gypsies
Plakatausstellung: Hüseyin Isik
„Es gibt das Glück der Begegnung. Mit einem Menschen.
Und mit einem Buch, in dem man viel über einen Menschen
erfahren darf…..“ (Heinz Janisch)
Polizisten begegnen zugewanderten Menschen, um sich gemeinsam
in verschiedenen Aktivitäten über Identität,
Kulturunterschiede, Vorurteile, Rassismus auszutauschen. Diese
Treffen wurden von prominenten AutorInnen begleitet, die darüber
unterschiedliche literarische Texte schufen: Portraits, Biografien,
Dialoge. Auf diese Weise entsteht ein eindrucksvolles Bild,
das sowohl die sozialen und politischen Probleme abbildet,
als auch ein zukunftweisendes Modell für einen schwierigen
Dialog aufzeigt.
Das Projekt Interkultur-Tandem ermöglicht Polizisten
wie Migranten erstmals auf gleichberechtigter Basis miteinander
zu sprechen. Unmittelbare Erfahrungen und soziales Lernen
im Sinne einer antirassistischen Bildung werden möglich.
Es schrieben: Dimitré Dinev, Erich Hackl, Alma Hadzibeganovic,
Heinz Janisch, Vladimir Vertlib, Renate Welsh-Rabady und Christa
Zettel.
Ergänzt werden diese literarischen Protokolle mit Fotografien
von Michaela Bruckmüller.
Foto: v.l._ Die HerausgeberInnen Susanna Glatzl-Ploteny, Maria Hirtenlehner, Moderatorin Renata Schmidtkunz und Herbert Langthaler
Paarweise
Freundschaften zwischen Polizisten und Immigranten – literarisch protokolliert
Wenn die Polizei mit Einwanderern zu tun hat, denken wir alle zuerst einmal an Probleme. Wir assoziieren Bandenkriminalität oder den Fall Omofuma. Unsere Gedanken haben unweigerlich mit Feindbildern zu tun, auf der einen oder auf der anderen Seite. Wo die Polizei auf Einwanderer trifft, muss es Probleme geben. Genau dieser Gedanke ist das Problem.
Am 25. April 2006 stellten die HerausgeberInnen Susanna Glatzl, Maria Hirtenlehner und Herbert Langthaler das Buch „tandem“ im ÖBV-Atrium vor. Das Buch handelt von Freundschaften zwischen Polizisten und Einwanderern - bemerkenswerte Beziehungen, über viele Klischees hinweg entstanden.
Foto: Egon Kokail (li) und Cemal Varol freundeten sich im Verlauf des Tandem-Projekts an
Der Buchtitel „tandem“ entstammt einer gleichnamigen
Methode, mittels derer durch interkulturelle Kommunikation
das Erlernen von Fremdsprachen erleichtert wird. Bei der Exekutive
werden mit der „Tandem“-Methode große Erfolge
im Rahmen einer Menschenrechtsausbildung für Führungskräfte
erzielt. Freiwillige Polizisten und Migranten werden als Zweiergespann
ins selbe Boot oder so zu sagen auf dasselbe Fahrrad gesetzt,
um ein Stück des Weges gemeinsam zu bestreiten.
Aus sieben dieser Begegnungen wurden Freundschaften. Diese
außergewöhnlichen Beziehungen sind im Buch „tandem“
von zeitgenössischen österreichischen SchfriftstellerInnen
wie etwa Heinz Janisch, Renate Welsh-Rabady oder Erich Hackl
(Bilder unten) literarisch protokolliert.

Bei der Buchpräsentation im ÖBV-Atrium lag viel
Verständnis und Interesse in der Luft. Die Besonderheit
der Veranstaltung bestand nicht nur aus den Lesungen fast
aller beteiligten Autoren und Autorinnen, sondern auch in
der Anwesenheit der meisten Tandem-Paare und der Möglichkeit
zum Austausch.
Bilder oben v.l.: Mohammad Abdullahpour, Schriftstellerkollege
aus dem kurdischen Teil des Iran, Schriftstellerin Alma Hadzibeganovic
und Autor Vladimir Vertlib.
Die Musik von Mosa Sisic and the Modern Gypsies und die Plakatausstellung von Hüseyin Isik bildeten einen perfekten Rahmen für das Thema.
tandem
Polizisten treffen Migranten
Literarische Protokolle
Fotografiert von Michaela Bruckmüller
Herausgegeben von: Susanne Gratzl, Maria Hirtenlehner, Herbert Langthaler
Prädikat lesenswert - im Buchhandel erhältlich!
Weitere Infos: Mandelbaum-Verlag
Lesen Sie dazu auch: Tandem
- Lernen im Kulturkontakt
Ein Bericht in der Zeitschrift ÖBV-aktiv Nr. 54
