ÖBV - Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit - ÖBV Versicherung

Foto: Lore Heuermann

Veranstaltungen und Events 2007
Verlorene Orte – Verdichtete Zeit

ÖBV-Atrium
1010 Wien, Grillparzerstr. 14

27.02.2007 Vernissage und Klanginstallation um 18:00 Uhr, Lore Heuermann / Günter Zechberger, Laudatio: Prof. Dr. Dieter Schrage

07.03.2007 Kunstpause: Verlorene Orte – verdichtete Zeit, Zeichen- und Tanzperformance um 16:00 Uhr, Lore Heuermann / Claudia Fürnholzer

Ausstellung bis 11.05.2007 Mo bis Fr 8:00 - 17:00 Uhr

"Fast immer sind es die Menschen und seine Bewegung, die ich wähle, manchmal aber auch das Fließen des Wassers oder das Ziehen der Wolken am Himmel. Meistens ist die äußerer Bewegung innen spürbar und geht dann von dort umgewandelt zurück auf das Papier. Wie der Fluss des Wassers sich ständig ändert, Form annimmt, sich auflöst und sich in seinem Wesen doch stets gleich bleibt, versuche ich, diesem Fließen Gestalt zu geben."

Lore Heuermann


Die Klanginstallation besteht aus drei unterschiedlich langen Klangarbeiten die in Endlosschleifen wiedergegeben werden. Die Besucher werden in diesen Klangraum direkt integriert. Sie werden mit-klingender Teil der Projektion. Die gesamte Klanginstallation wird über einen Bewegungssensor gesteuert. Wenn Sie das Atrium betreten „starten“ Sie die Installation, wenn Sie das Atrium verlassen, schaltet sich die Installation nach ca. 6 Minuten ab.

In der ersten Arbeit wird der Klang von Menschen in einer großen Halle von der Glaswand projiziert. Damit wird die strenge Begrenzung des ÖBV-Atriums aufgehoben, der Raum „verliert“ sich. Die Arbeiten 2 und 3 werden in diesen Klangraum eingebettet. Projiziert von oben (vis a vis - 1. und 2. Etage) tauchen sie im Raum auf und verlieren sich wieder. Im Gegensatz zur ersten Klangarbeit sind diese Kompositionen mit konkretem Material.

Das Klangmaterial besteht aus einer Vielzahl von Ausschnitten (Samples) aus Kompositionen in denen ich mich mit den Themen Verlust und Trauer auseinander gesetzt habe. Die Samples haben ihren ursprünglichen Ort der Aufführung und Aufnahme, ihre Flüchtigkeit durch die Wiederholungen in einer Endlosschleife und ihren Bezug zu den aufführenden Musikern verloren.

Aus diesem konkreten Klangmaterial entstanden Miniaturkompositionen, die in der Arbeit 2 nach ihrer Dauer – von der kürzesten bis zur längsten – geordnet sind. In der Arbeit 3 werden diese Kompositionen in umgekehrter Reihenfolge – im Krebs – wiedergegeben. Die Miniaturen sind durch immer länger werdende Pausen voneinander getrennt. Durch die unterschiedliche Dauer der Klangschleifen 2 und 3 wird das Zusammentreffen der einzelnen Miniaturkompositionen dem Zufall überlassen. Der Klang verdichtet sich und verliert sich wieder, die vermeintliche Strenge ist aufgehoben.


Zur Person: Lore Heuermann

Foto: Lore Heuermann 1937 in Münster, Westfalen, geboren
1957/58: Studien an der Akademie der Bildenden Künste, Wien
1958: Studien an der Académie de la Grande Chaumiere de Paris
lebt und arbeitet in Wien
Grafikerin und Zeichnerin
Arbeitet als Installations-, und Performancekünstlerin; Bücher mit eigenen Texten und Fotografien
Zahlreiche Preise, Einzelausstellungen, Beteiligungen, Performances, Texte, Kataloge und Bücher.

Mehr Infos: www.loreheuermann.at

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Ausstellung Lore Heuermann

Ausstellung Lore Heuermann

Ausstellung Lore Heuermann

Prof. Dr. Dieter Schrage eröffnete die Ausstellung - er kennt und schätzt Lore Heuermann seit den 60er Jahren.

Foto: Papierrollen