ÖBV-Veranstaltungen und Events 2007
Ostwind - Die geheimnisvolle Welt des Ebru
Vernissage:
08.11.2007, 18:00 Uhr
Ausstellung:
09.11.2007 - 14.11.2007. Mo – Fr 8-17 Uhr
ÖBV-Atrium
1010 Wien, Grillparzerstr. 14
Ahmet Saral: Die geheimnisvolle Welt des Ebru
Organisiert gemeinsam mit dem Unterstützungsverein des St. Georgs Kolleg in Istanbul
"There are many languages in the world, in meaning all are the same. If you break the cups, water will be unified and will float together." (Mevlana)
8.11.2007 Programm:
Begrüßung: Selim Yenel, türkischer Botschafter in Wien.
Celalettin Celebi, ein Nachfahre des berühmten islamischen Mystikers Mevlana (1207-1273), eröffnet die Ausstellung mit einem Vortrag über Sufismus(auf Englisch).
Ebru ist die Kunst und Technik des Malens auf dem Wasser.
Die Ebru-Malerei entstand vor Jahrhunderten in Zentralasien, die Künstler halten bis heute ihre Technik geheim. Saral ist einer der wenigen Künstler, der seine Kunstwerke in Ebru figurativ bereichert.
Ahmet Saral – Ostwind
Das Geheimnis der Ebru-Malerei
Ebru ist die Kunst und Technik des Malens auf dem Wasser. Saral ist einer der wenigen Künstler, der seine Kunstwerke in Ebru figurativ bereichert.
Die faszinierende Kunst der EBRU-MALEREI entstand vor Jahrhunderten in Zentralasien und erreichte ihre Reife etwa im 15. Jahrhundert in Kleinasien. Die Kunst des EBRU ist mit einem Geheimnis umgeben, denn die Herstellung der Kunstwerke ist schwierig, und die Künstler halten ihre Technik geheim.
Faszinierend ist diese Kunst auch, weil sie ihre völlig eigenartige Form, Farbe und Struktur aus den Quellen der Natur schöpft und diese widerspiegelt.
EBRU ist die Kunst und Technik des Malens auf dem Wasser. Da sie unter dem Einfluß verschiedenster Faktoren entsteht, ist sie auch kaum zu berechnen und zu bändigen. Eben deshalb ist es unvorstellbar, mit der herkömmlichen Ebru-Technik figurative Arbeiten, wie AHMET SARAL sie kreiert, herzustellen.
Der Künstler Ahmet SARAL verschrieb 30 Jahre seines Lebens der Kunst des EBRU. Er beschäftigte sich einerseits mit den in Vergessenheit geratenen Techniken und forschte nach ihren Geheimnissen und entwickelte andererseits sein eigenes Verfahren in der klassischen Ebru-Technik. Als einem der wenigen Künstler gelang es SARAL, seine Kunstwerke in EBRU figurativ zu bereichern.
Beim Betrachten der Werke von AHMET SARAL erkennt man die grenzenlose Geduld und Willenskraft des Künstlers beim Schaffen figurativer EBRU - Elemente.
Die in dieser Ausstellung angebotenen Werke sind keine Collagen, sondern ausschließlich Original EBRU- Bilder. Es handelt sich um in EBRU-Technik hergestellte figurative Einzelgemälde mit traditionellen Elementen.
Link:
http://members.teleweb.at/ahmet.saral/
Celalettin Çelebi ist ein Nachfahre des berühmten Mystikers Mevlana.
Mevlana 30. September 1207 in Balkh im damaligen Persien und heute in Afghanistan; † 17. Dezember 1273 in Konya, heute in der Türkei) war einer der bekanntesten islamischen Mystiker (siehe auch Sufismus) und gilt als Gründer der Mevlevi-Tariqa (Mevlevi-Derwischorden). Von seinen Derwischen und auch späteren Anhängern wird er Moulana (persisch/arabisch „unser Herr/Meister“ von arabisch maulan, „Herr“) oder (in türkischer Aussprache) Mevlana genannt. Zu Zeiten Rumis wurde Anatolien von den Rum-Seldschuken regiert, daher der Beiname Rumi (= Oströmer, Byzantiner).Die Lehre Maulanas (Rumis) basierte darauf, dass er die Liebe als die Hauptkraft des Universums ansah. Genauer gesagt ist das Universum ein Harmonisches Ganzes, in dem jeder Teil mit allen anderen in einer Liebes-Beziehung steht, die wiederum einzig und allein auf Gott gerichtet ist und nur durch seine Liebe überhaupt Bestand haben kann.
Der Mensch, der als ein Teil dieses harmonischen Ganzen geschaffen ist, kann die Harmonie mit sich selber und dem Universum nur dann erreichen, wenn er lernt, Gott zu lieben. Seine Liebe zu Gott wird ihn dann dazu befähigen, nicht nur seine Mitmenschen, sondern auch alle Dinge, die von Gott geschaffen sind, lieben zu können.
Gott durch Liebe näher zu kommen ist für Maulana, genau wie für die meisten Sufis, der Weg zur wahren Erfüllung im Leben. Der Grund für seine Berühmtheit ist, dass er die Fähigkeit besaß, diese Lehre in einer Poesie von unübertrefflicher Schönheit wiederzugeben. Er beschrieb mit derselben Eloquenz die Freude, Gott näher zu kommen, wie die Trauer, von Gott getrennt sein zu müssen. Wie auch andere mystische Dichter bezeichnete er Gott als den Geliebten und die menschliche Seele, die auf der Suche nach Gott ist, als den Liebenden.
