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ÖBV Grabenfest 1999: Drei mal Zeit

ÖBV - Veranstaltungen und Events
Grabenfest 1999

Drei Mal Zeit

23. - 25. Juni

Drei Lebensalter, drei unterschiedliche Lebensgeschwindigkeiten, drei Tonarten, nicht nacheinander, sondern gleichzeitig, so wie alt und jung eine Lebenszeit gemeinsam und doch ganz unterschiedlich erleben - diese Gedanken standen am Beginn der Überlegungen zu den drei kulturintensiven Tagen im und vor dem Grabenhof.

Als Symbol für Jugend wählten Cech und Huber den amerikanischen Musiker Frank Zappa. Schon vor dem Beginn des Konzerts tauchte er in den Videos und Klanginstallationen von Volkmar & Michael Klien auf. Said El Mahdi zeichnete in seinem Vortrag Zappas umstrittene Person mit Zitaten aus Gerichtsverhandlungen nach, die gegen ihn wegen seiner sexuell-anrüchigen Liedtexte in den prüden USA liefen. Danach gaben Gitarrist Alexander Machacek, Bassist Tibor Kövesdi und Oliver Gattringer am Schlagzeug ihre mitreißende Zappa-Hommage zum Besten.

Wer eignete sich für die Repräsentation der Erwachsenenwelt besser als ein Politiker? Und tatsächlich stellte sich Ferdinand Lacina, ehemaliger Finanzminister Österreichs, für die drei Auftragswerke des zweiten Abends bereitwillig zur Verfügung. Bei den Werken von Wolfgang Mitterer und Franz Hautzinger trat er als Sprecher seiner - von den Musikern bearbeiteten - alten Budgetreden auf. Der Komponist und Pianist Uli Scherer hingegen ließ den chaotischen Protagonisten seiner Komposition von dem Schauspieler Wolfie Berger mit viel humoristischem Darstellungsvermögen mimen.

Der letzte Abend der Grabenfesttage 1999 schließlich setzte sich mit dem Alter auseinander. Die charismatische Schauspielerin Anne Bennent erzählte die wahre Lebensgeschichte einer (anonymen) alten Dame, aufgeschrieben von Herbert Strohschein. Musikalisch getrennt waren die einzelnen Abschnitte dieses Textes von improvisierten Soli der drei Musiker Helmut Jasbar, Woody Schabata und Walter Malli. So ruhig und besinnlich dieser erste Teil des Abends war, so fetzig ging es danach bei der Blechbläser-Band Mnozil Brass zu.

Zum feierlichen Abschluss der Grabenfesttage marschierte die Truppe hinaus auf den Graben, spielte dort unter anderem die Kennmelodien zu „Pippi Langstrumpf" und „Biene Maja" und kehrte unter großem Beifall wieder zurück in den Hof.

Auch von den Grabenfesttagen 1999 gab es wieder eine CD mit Live-Mitschnitten der Konzerte. Neu war in diesem Jahr die Live-Übertragung auf eine Leinwand am Graben.

 

Foto: Alexander Machacek

Foto: Ferdinand Lacina

Foto: Wolfie Berger

Foto: Anne Bennent

Foto: Mnozil Brass

Foto: Mnozil Brass

Foto: Live-Übertragung

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