Mit der ÖBV durchs Leben

ÖBV Grabenfest 2006
Hommage an Samuel Beckett
27. – 29. Juni 2006
Künstlerinnen und Künstler
Achim Tang – Kurator
Geboren 1958 in Berlin. Mit elf Jahren Trompetenunterricht
am Julius Stern Institut. Später Gitarre/Bassgitarre,
erste Kompositionen, Auftritte mit Kleinküstlern/Liedermachern
in Berlin; Kontrabass seit 1984. Private Studien in Basel
bei Walter Imholz) und Berlin (bei Randall Nordstrom), ab
1987 in Österreich an der Jazzabteilung der Hochschule
für Musik und darstellende Kunst in Graz (bei Wayne Darling).
1992 Konzertdiplom mit Auszeichnung. Seit 1993 als freischaffender
Musiker in Wien und seit 2005 in Köln. Seit 2005 Kurator
des GrabenFestes
Komponistinnen und Komponisten:
Christian Bakanic | Tiziana Bertoncini | Klaus Gesing | Litó Walkey | Boris Hauf
Musikerinnen und Musiker:
Scott Fields | Uli Fussenegger | Heinz Holliger | Janna Polyzoides | Demetrius Polyzoides | Alfred Gaal | Mathias Koch | Lorenz Raab | Clemens Salesny | Niklas Seidl | Berndt Thurner
Komponistinnen und Komponisten:

Christian
Bakanic
1980 im südlichen Burgenland geboren, erhielt seinen
ersten Musikunterricht im Alter von sieben Jahren in Jennersdorf.
Seit 1994 lebt er in Graz, maturierte 1999 am Musikgymnasium
Dreihackengasse und studierte am Johann- Joseph-Fux-Konservatorium,
wo er das Diplom für „Lehrer für Volksmusikinstrumente“
erhielt. Zurzeit studiert er an der Kunstuniversität
in Graz Akkordeon bei Prof. Janne Rättyä. Erste
musikalische Erfahrungen machte er auf dem Gebiet der Volksmusik,
zahlreiche erste Preise bei Harmonikawettbewerben (Steir.
Harmonikawettbewerb Grazer Messe, Österreichische Wettbewerbe
"Tag der Harmonika",...). In den letzten Jahren
konzentriert sich der Musiker auf das klassische Akkordeonstudium.
Erster Preisträger beim Landeswettbewerb "Prima
la Musica" (1997 und 1999), zahlreiche Konzerte als Solist
und in Ensembles (Folksmilch, Beefolk, Mala Junta, Tanguango,
Doble B, Bordunikum,...). Zusammenarbeit mit verschiedenen
Musikern wie Wolfgang Muthspiel, Heinrich von Kalnein, Klaus
Johns, Miguel Herz- Kestranek, Josef Pichler,...
Tiziana Bertoncini
Born in Pisa (Italy) in 1969. She graduated in violin at the
Siena Conservatory and in painting at the Academy of Fine
Arts in Carrara. She attended specialization courses in chamber
music with Konstantin Bogino and in didactics of the music.
As interpreter she has been playing in orchestras and chamber
music ensembles performing both, classical and contemporary
composed music. At the same time she has been developing a
personal language on the violin, creating and performing her
own music.
Her festival performances include: Fabbrica Europa, Firenze
1996, Total Music Meeting, Berlin 2002, Real time music meeting,
Hamburg 2002, Fruits de Mhère, Brassy/France 2003,
Contemporaneamente, Lodi 2003, Brückenmusik, Köln
2004, Instabile Festival, Pisa 2004
She has been part and contributed the music of the following
projects:“Alphaomega” variations for violin and
voice, poem by Angelo Tonelli, T.B. (violin), performed at
the Festival Altramarea, Lerici 2001;“Le Metamorfosi”
theatre piece from Ovidio directed by Giorgio Barberio Corsetti
performed in Venezia/La Biennnale, Roma/Festival Metamorfosi
2002; Grénoble/Le Cargo, Noisiel/La Ferme du Buisson,
Caen/CDN, Paris/La Villette, Strasbourg/Le Maillon 2003;“Di
animali, uomini e dèi” theatre piece from Ovidio
directed by Giorgio Barberio Corsetti performed in Siracusa/Ortigia
Festival, Roma/Festival Metamorfosi 2003;“Schöner
Wohnen” dance-music piece with Regina Baumgart (dance),
T.B. (violin), Thomas Lehn (analog synthesizer), Dorothea
Schürch (voice), performed at the Unterwegstheater/FNAK,
Heidelberg 2003;“Piazza della Berlina” video by
Giulia Gerace, music by Tiziana Bertoncini (2004), awarded
at the video-competition Raccorti Pisani, selected for the
Fano International Film festival;“Doppio senso unico”
video-music piece with T.B (violin), Thomas Lehn (analog synthesizer)
and Giulia Gerace (video), performed at the Instabile Festival,
Pisa 2004;“Collagen und musikalische Imagination”
a multimedia project with Margot Scharpenberg (poetry), Annegret
Heinl (visual artist), T.B. (violin), hans w. koch (electronics),
Bettina Wenzel (voice), performed in the Literaturhaus, Köln
2005;“La musica e il luogo” music performance
with Thomas Lehn (analog synthesizer) and T.B. (violin), performed
at the Stazione di Topolò, Topolò (UD) 2005;“Ortensia”
dance-theatre piece with Carla Bottiglieri (dance, voice)
and T.B. (vioiln), performed at the end of the residence program
Térraines Fértiles, Paris 2005;“Interphasen
I-VII” music project with Bettina Wenzel (voice), Lucia
Mense (recorder) and T.B. (violin), performed in Bonn (Theater
in Ballsaal) and Köln (Galerie Haferkamp), 2005.
Since 1996 she collaborates with the clarinet player Esther
Lamneck as guest artistlecturer during the summer courses
of the New York University in Italy, leading master classes
of improvisation and performing with the New Music and Dance
Ensemble. As interpreter she has been part of the chamber
opera “Tentazioni” by Bruno de’ Franceschi
performed in various festivals like Bertinoro, Lugano, Ferrara.
She played in the Luzernertheater in an italian-swiss production
directed by Simone Sandroni (2002).
Klaus Gesing
Sopransaxofon, Bassklarinette, Holzflöten,
Komposition
am 13.12.1968 in Düsseldorf/Deutschland geboren.
Musik war immer präsent und wichtig, doch erst der Wechsel
auf das Tenorsaxophon im Alter von 17 Jahren (nach ein paar
Jahren Klarinettenunterricht), ließ sein improvisatorisches
Talent deutlich werden. Inspiriert und unterstützt durch
seinen damaligen Lehrer Johannes Seidemann, begann eine rasante
Entwicklung, die schon 2 Jahre später zum ersten Preis
bei Jugend Jazzt Nordrhein-Westfalen führte. Daraufhin
wurde er mit der Landesjugendjazz Big Band von NRW im Namen
des Goethe Instituts durch die halbe Welt geschickt und kam
von diesen Tourneen (1988:Indien, Australien, Singapur, 1989-90,
Südamerika) mit einer großen Liebe zur Volksmusik
zurück, die ihn auf seinem weiteren Weg begleiten sollte.
Ermutigt durch die Erfolge seiner noch jungen Laufbahn lag
der Entschluß nahe, Musik zu studieren, und er begann
sein Studium von Jazz en Lichte Muziek 1990 in Den Haag/Holland.
Seine Lehrer waren John Ruocco (Jazz) und, in besonders konstruktiver
Weise, der Saxophonist Leo van Oostrom (Klassik). Während
seines Studiums in Holland machte er die Bekanntschaft des
amerikanischen Saxofonisten Dave Liebman, der ihn in seinem
Entschluß, sich auf das Sopransaxophon zu konzentrieren,
bestärkte. Zweimal besucht er Liebman in den USA: 1994
Im Rahmen eines Meetings der IASJ in New York, ein Jahr später
in Stroudsburgh, Pennsylvania bei einer Masterclass. ( Lehrer
dort war unter anderem Michael Brecker). Außerdem begann
eine sporadische Zusammenarbeit bei diversen Konzertaufenthalten
Liebman´s in Europa. Neben diesen Aktivitäten gründet
Gesing in Holland seine erste Band unter eigenem Namen: The
Jahi Jazz Ensemble, dessen gesamtes Repertoire aus seiner
Feder stammte.
Das zweite, und langlebigere Projekt das in Holland entstand
war das Di Liberto Gesing Quartet. In dieser Formation, die
ihn etwa 5 Jahre begleiten sollte, zeichnete ausser Gesing
der Co-Leader der Band, Alessandro di Liberto für die
Stücke verantwortlich. Bevor er mit dieser Band im Jahr
1998 seine erste CD unter eigenem Namen veröffentlichen
wird (HarmoniX/ATS-Records/A), gewinnt er mit dieser Band
den Solistenpreis des Middelzee Jazzfestivals. Die Band gewinnt
den Van Merlen Jazz Wettbewerb in Den Haag, und spielt in
Folge auf dem North Sea Jazz Festival. 1996 reist das Di Liberto
Gesing Quartet nach Vorausscheidungen in Holland in den Süden
Frankreichs, wo Gesing beim Wettbewerb des Jazzfestivals von
Vienne (F) den Solistenpreis gewinnt. In Vienne lernte er
mit Glauco Venier nicht nur einen großartigen italienischen
Pianisten kennen, sondern auch sein musikalisches Alter Ego.
Mit ihm zusammen entstanden im Verlauf der folgenden Jahre
stilprägende musikalische Ideen, und eine ganze Serie
hochqualitativer CDs: "First Booke of Songes"(ATS-Records/A),
"Klaus Gesing & Glauco Venier play Bach"(ATS-Records/A),
"Gorizia"(Artesuono/ I), "La Sentinella della
Patria"(Cinemazero/ I),
Herausragend ist nicht nur ihre Arbeit mit größeren
Ensembles, sondern in ganz besonderer Weise ihre Arbeit als
Duo. Unterstützt durch lange, konstante Zusammenarbeit
und eine große Beherrschung ihrer Instrumente kommt
bei ihren Duo Konzerten die unbändige Kraft eines absoluten
musikalischen "Sich-Verstehen" zum Tragen. Zusammen
mit der englischen Star-Vokalistin Norma Winstone gründen
sie ein Trio, das im Jahr 2002 seine erste CD aufgenommen
hat. ( to be released in 2003). Neben Projekten, die sich
im Rahmen von mehr oder minder festgelegten Strukturen bewegen,
lag eine der Hauptinteressen Gesing´s stets bei der
frei improvisierten Musik. Zu nennen sind hier das Trio Gesing\Rennert\Herbert
(CD Composition/Extraplatte/A) sowie ein Projekt mit der bildenden
Künstlerin Maria Lehnen aus Mönchengladbach/Deutschland,
in dem die improvisierenden Musiker in einen freien Dialog
miteinander und den Skulpturen der Künstlerin treten.
(zusammen mit Gerd Dudek, Jarmo Hoogendijk, u.a.)
litó walkey
is greek canadian and lives in berlin. she studied at the
school for new dance development, amsterdam, and has worked
with paz rojo and vera mantero a.o. she joined the chicago-based
performance company goat island in 2002. in march 2005, as
artistic associate at chicago’s link’s hall, she
curated a drop of water: four contemporary duets from europe.
she has toured her solo performance 'wings raised to a second
power' in europe and america and is currently developing 'the
missing dance - no.7' with katharina dreyer and boris hauf.
boris hauf
(1974, uk) - acoustic and electronic instruments founder of
efzeg, part-time member of the chicago bands tvpow and lozenge.
has recorded for: grob, durian, mego, extraplatte, boxmedia,
en/of, crank satori, cheap, lbt, staalplaat, timesup, zomba,
sickroomrecords, iftaf, charhizma, hathut, mosz, sijis...
concerts and tours in europe, north africa, latin america,
usa, and also austria include: kaleidophon ulrichsberg (A),
konfrontationen nickelsdorf (A), empty bottle festival of
improvised music (USA), taktlos (CH), musikprotokoll (A),
bigtorino (I), grabenfesttage (A), deadtech (USA), renaissance
society (USA), podewil (D), big sur experimental music festival
(USA), knitting factory NY + LA (USA), batofar (F), eu festival
(MX), impulstanz (A), wien modern (A), springdance utrecht
(NL), salzburger festspiele (A), moving patterns (USA), wiener
tanzwochen (A), eu festival (MK), steirischer herbst (A),
cultural center chicago (usa), la ménagerie de verre
(F), durian-festival (konzerthaus, vienna A), soundfield (usa),
austin museum of digital art (texas), springdance utrecht
(NL), kanuti gildi saal (EST), nottdance festival (UK) ...
international grants and prizes.
loves chicago, deep dish pizza and both: country and western.
Musikerinnen und Musiker:
Scott Fields
hat seit den 60er Jahren Musik produziert, zuerst in Chicago,
dann an anderen Orten, verstreut über Nordamerika, Europa
und Asien. Zur Zeit ist Köln seine Basis, wenn nicht
gar sein aktuelles Zuhause. Fields musikalische Ausbildung
war planlos, zumindest zufällig. Seine ersten autodidaktischen
Schritte waren wie die eines Blinden, von Blinden geführt.
Später dann
wurde er von ad hoc Studiengruppen in Musiktheorie eingeführt,
besuchte Theorie- und Kompositionskurse an der University
of Wisconsin, Madison, und testete die Geduld von etwa einem
halben Dutzend privaten Gitarrenlehrern. Als Komponist schrieb
er anfangs einfache Folk Songs (Material eines 12 jährigen),
dann Rocksongs, dann Parodien von Rocksongs (die seine Verachtung
widerspiegelten, die er sich selbst gegenüber empfand,
als einem, der der bloß wegen des Erfolges daran klebte,
als Rockgitarrist aufzutreten), dann Jazzthemen; Alles in
Allem führte zu dem jetzigen Misch-Masch an Material,
das - obwohl er auf Systematisierung keinen Wert legt - man
durchaus als Neue Musik oder Avant-Jazz bezeichnen kann.
"Formen- und Gestaltlehre" waren in letzter Zeit
der Bereich auf den sein kompositorisches Interesse ausgerichtet
war, besonders im Hinblick darauf, wie improvisatorische und
kompositorische Gestaltungen zusammenpassen. In den vergangenen
Jahren hat er eine bemerkenswerte, unterschiedliche und fähige
Gruppe von Musikern davon überzeugen können, in
seinem formlosen Ensemble mitzuwirken. Diese weitreichende
Schar ist Quelle für kleinere Ensembles: vom Duo (oder
als der wirklich kleinsten Möglichkeit: Fields solo)
bis hin zu improvisierenden Kammerorchestern. Fields nimmt
darüber hinaus auch gerne die Möglichkeit wahr in
den Ensembles anderer Musiker mitzuwirken.
geboren 1966, seit 1988 Mitglied des Klangforum Wien;
Soloauftritte bei den Salzburger Festspielen, Wien modern,
Ars Musica Brüssel, Schleswig-Holstein Musikfestival,
Hörgänge Wien, Granada Festival uva.mit Uraufführungen
ihm gewidmeter Solostücke;
intensive Tätigkeit im Bereich der freien Improvisation
als Kontrabassist und Computerspieler (Printer, Vienna Loop
Orchestra, Tricorder).
Mitwirkung bei zahlreichen CD/Video Produktionen als Musiker,
Komponist, Aufnahmeleiter, Produzent;
Gründer und Betreiber des CD Labels DURIAN Records (mit
Werner Dafeldecker); Programmdramaturg des Klangforum Wien;
Seit 1999 Unterrichtstätigkeit bei den Int. Ferienkursen
für Neue Musik in Darmstadt und 'Impuls' Graz.
wurde am 3. Jänner 1964 in Sommerein (NÖ) geboren.
Nach vier Jahren Volksschule in Sommerein und 5 Jahren AHS in Bruck/Leitha schloss er die Höhere Graphische Lehr- und Versuchsanstalt Fachabteilung Photographie mit gutem Erfolg ab.Parallel zu dieser Ausbildung begann er sein Trompetenstudium bei Prof. Hans Seidl am Prayerkonservatorium (Wien). Sein erstes Engagement als Trompeter erfolgte im Kurorchester Baden im Jahr 1985.Im Jahr 1986 wechselte er an die Musikuniversität Wien zu Prof. Josef Pomberger.
1987 spielte er bei den Vereinigten Bühnen Wien, bis er im Jahr 1988 ein Engagement im Bühnenorchester der Österreichischen Bundestehater erhielt. Im Jahr 1990 bestand er die Diplomprüfung an der Musikuniversität Wien mit einstimmiger Auszeichnung. Sponsion im Jahre 1995.
Neben seiner beruflichen Verpflichtung im Staatsopernorchester wird er von sämtlichen Orchestern Wiens, wie etwa den Wiener Philharmonikern, den Wiener Symphonikern, dem RSO Wien oder den Niederösterreichischen Tonkünstlern engagiert. Alfred Gaal wirkt ständig im Wiener KammerOrchester und dem Wiener Mozartorchester, in beiden auch als Solist, mit. Regelmäßig spielt er mit Art of Brass Vienna, dem ensemble Kontrapunkte, die Reihe, dem Klangforum Wien, dem Ensemble des 20. Jahrhunderts….
Zahlreiche Konzerttourneen führten des sehr gefragten Trompeter bereits nach Japan, in die USA, nach Südamerika, China, Singapur, Hongkong sowie in nahezu alle europäischen Musikmetropolen.
am 21. Mai 1939 in Langenthal (Schweiz, Kanton Bern) geboren.
Schon während seiner Gymnasialzeit studierte er am Berner
Konservatorium bei Émile Cassagnaud Oboe und bei Sándor
Veress Komposition. Seine Studien setzte er dann in Paris
bei Sava Savoff, Yvonne Lefèbre (Klavier) und Pierre
Pierlot (Oboe) fort. An der Basler Musikakademie bei Pierre
Boulez studierte er von 1961 und 1963 Komposition. Zwischen
1959 und 1963 war Holliger Solooboist im Symphonieorcherster
der Basler Orchester-Gesellschaft. Nach ersten Preisen bei
internationalen Musikwettbewerben (Genf, 1959; Internationaler
Musikwettbewerb der ARD, München, 1961) begann er 1963
eine intensive internationale Konzerttätigkeit als Oboist.
Zahlreiche Schallplattenproduktionen Holligers wurden mit
internationalen Preisen bedacht.
Eine der vielen Leistungen Heinz Holligers liegt in der Wiederentdeckung
vergessener Werke von Komponisten des 18. Jahrhunderts, unter
anderem Jan Dismas Zelenkas und Ludwig August Lebruns. Zeitgenössische
Komponisten wie Hans-Werner Henze, Elliot Carter, Frank Martin,
Krzysztof Penderecki, Henri Pousseur, György Ligeti,
Witold Lutoslawski, Karlheinz Stockhausen, Toru Takemitsu
und Isang Yun und Luciano Berio schrieben für Heinz Holliger,
der als Oboist durch seine Virtuosität sowie sein eindrucksvolles
Repertoire an neuen, vielfach selbst entwickelten Spieltechnikenüberzeugt,
eigens Werke.
Seit geraumer Zeit erfährt auch der Komponist und Dirigent
Holliger weltweite Anerkennung. Der vielseitige Musiker, der
seit 1966 an der Musikhochschule von Freiburg im Breisgau
unterrichtet, komponiert bereits seit frühester Jugend
und hat ein substanzielles kompositorisches OEvre geschaffen,
das mit bedeutenden Preisen und Ehrungen bedacht wurde. So
erhielt er 1987 den Leonie-Sonnings-Musikpreis, 1988 den Frankfurter
Musikpreis, 1989 den Kunstpreis der Stadt Basel und 1991 den
Ernst von Siemens Musikpreis. Für seine Komposition (S)irató
ehrte man ihn 1994 mit dem Prix de Composition Musicale de
la Fondation Prince Pierre de Monaco, und für seinen
Scardanelli-Zyklus wurde ihm 1995 der Premio Abbiati der Biennale
di Venezia verliehen. 1993/94 wurde er zum Composer in Residence
des Orchestre de la Suisse Romande ernannt; in gleicher Funktion
war er 1998 Gast der Internationalen Musikfestwochen in Luzern
und 2002 Gast der Sommerlichen Musiktage in Hitzacker.
Anlässlich der Uraufführung seiner Oper Schneewittchen
nach Robert Walser in Zürich wurde Heinz Holliger 1998
die Ehrendoktorwürde der Universität Zürich
verliehen. Ebenfalls für seine Oper Schneewittchen erhielt
er 2002 den Grammy Award in der Kategorie "Producer of
the Year, Classical". Die Cité de la Musique in
Paris widmete Holliger als Komponist, Dirigent und Oboist
im April 2003 einer ganze Konzertwoche. Durch Projekte wie
das 1987 von ihm mitbegründete Basler Musikforum und
Kooperationen mit der Jungen Deutschen Philharmonie und dem
Ensemble Modern engagiert sich Holliger in besonderer Weise
für die Verbesserung der Präsentation Neuer Musik.
Von 1998-2001 war Holliger Dirigent beim Orchestre de Chambre
de Lausanne. Als Gast dirigiert er weltweit führende
Orchester und Ensembles, darunter die Berliner Philharmoniker,
das Cleveland Orchestra, das Concertgebouw Amsterdam, das
English Chamber Orchestra, das Philharmonia Orchestra London
oder auch die Wiener Philharmoniker und Symphoniker. Als ständiger
Gastdirigent arbeitet er mit dem SWR Sinfonieorchester Stuttgart,
dem Budapest Festival Orchestra sowie dem Orchestre de Chambre
de Lausanne zusammen. Darüberhinaus leitet er regelmäßig
das Ensemble Modern und die Deutsche Kammerphilharmonie. In
der Spielzeit 2003/04 übernimmt Heinz Holliger erstmals
ein Gastdirigat der Dresdner Philharmonie. Zahlreiche CD-Einspielungen
verbinden ihn seit langen Jahren mit dem Chamber Orchestra
of Europe. CDs mit Einspielungen seiner Werke sowie mit ihm
als Solist und Dirigent erschienen in großem Umfang
bei diversen Labels. Etwa seit Mitte der fünfziger Jahre
tritt Holliger nicht nur als hervorragender Oboist, sondern
zunehmend auch als Komponist in Erscheinung. Sein kompositorisches
Werk umfasst alle Gattungen, von Bühnenwerken über
Orchester-, Solo- und Kammermusikwerke bis hin zu zahlreichen
Vokalkompositionen. Nahezu alle seiner Kompositionen sind
Zeugnis einer unermüdlichen physischen und
psychischen Suche nach den Grenzen von Klang und Sprache.
Seiner Musik geht vielfach und nicht nur bei Vokalwerken eine
intensive Auseinandersetzung mit Künstlerbzw. Dichterbiographien
und lyrischen Texten voraus (Hölderlin, Trakl, Sachs
etc.) und wird so musikalische Ausdrucksform der Auseinandersetzung
des Komposnisten mit der jeweiligen Persönlichkeit und
dem Geschriebenen. Die kompositorische Arbeit Holligers lässt
sich, ohne sie hierbei in Schemata zu pressen, verschiedenen
Entwicklungsphasen zuordnen. Die ersten Schaffensjahre des
Komponisten Heinz Holliger stehen unter einem starken Einfluss
seiner Lehrer Sándor Veress, Klaus Huber und Pierre
Boulez sowie der Wiener Schule, insbesondere Alban Bergs.
In den Werken Glühende Rätsel (1964), Der Magische
Tänzer (1963/65) und Siebengesang (1966/67), die eine
Art Trilogie bilden, zeichnet sich bereits Holligers Streben
nach Überschreitung der Grenzen eines traditionellen
Instrumentariums ab. Diese erste Phase endet 1966/67 mit dem
Werk Siebengesang auf Gedichte Trakls. In ihm durchbricht
er die Serialität und einzelne Aspekte der Boulezschen
Musik, indem er das Instrumentalspiel und die Dramaturgie
der Form ausdehnt. Holliger distanziert sich hiermit von dem
in den fünfziger Jahren gebräuchlichen Begriff der
absoluten Musik und bricht die Homogenität seines Frühstils
auf. Im Bläserquintett h (1968), das in dieÜbergangsphase
fällt, verwendet er multiphone Klänge und neue Spieltechniken
und eröffnet sich auf diese Art neue Möglickeiten/
Perspektiven.
Die Werke der zweiten Schaffensperiode Heinz Holligers, der
Jahre 1968 bis 1973, beschäftigen sich weit intensiver
als die frühen mit der Thematik des Todes. Der allseits
existente Gedanke an den Tod manifestiert sich nicht mehr
allein in postexpressionistischen Bildern. In Cardiophonie
(1971) wird er mit drastischem Realismus musikalisch erfahrbar:
Der Instrumentalist erliegt seinem eigenen Spiel. In diese
zweite Phase fallen Werke, die keine Versöhnung wollen,
die durch stark individualisierte Klänge, verwirrende
Spielweisen und ikonoklastische musikalische Gesten charakterisiert
sind. Hier erreicht die Musik die Grenze der instrumentalen
und physischen Möglichkeiten.
Geboren 1981 in Tulln, Niederösterreich.
Ab dem neunten Lebensjahr Schlagzeug- und Ensembleunterricht
an der Musikschule Tulln (NÖ), Schlagzeug-Studium am
Konservatorium in Wien bei Walter Grassmann; Studium des Klassischen
Schlagwerks in WIen bei Harald Demmer. Künstlerische
Arbeiten u.a. mit Achim Tang, Marc Ducret, Hans Lüdemann,
Wilbert de Jode, Franz Hautzinger, Christian Reiner, Philip
Zoubek, Hannes Löschel, Renald Deppe, Jorge Sanchez-Chiong.
Mathias Koch ist Mitglied bei verschiedenen Ensembles in Wien:
Low Frequency Orchestra, Oral Office, Niftys, Herz.Bruch.Stück,
Balkon.
Auftritte in Österreich u.a in der Szene Wien, im Porgy&Bess,
beim Jazz Fest Wien, beim Klezmore Festival Wien, beim Wean
Hean Festival und in diversen Klubs in Österreich; im
Ausland in Slowenien, Ungarn, Deutschland und Italien. Teilnahme
am Jazz-Workshop for Improvised Music in Montepulciano (IT).
Mathias Koch wird von Musikrichtungen wie Jazz, Rock, Free
Funk, Klezmer, Free Improvised Music und Neuer Musik beeinflusst.
Janna Polyzoides, Klavier
Janna Polyzoides wurde 1962 als Tochter des Musikerpaares Christos und Katherina Polyzoides in Graz geboren. Sie studierte an der Musikuniversität ihrer Heimatstadt bei Sebastian Benda; weitere einflußreiche Lehrer waren Rudolf Kehrer, Alexander Jenner und Eliane Richepin. Ihre Karriere als Pianistin führte sie zu renommierten Festivals wie Wien modern, dem Menuhin-Festival Gstaad, der styriarte Graz und den Wiener Festwochen und in wichtige Konzerthäuser wie die Kölner Philharmonie, die Wigmore Hall London, die Hamburger Musikhalle, die Athens Music Hall, die Warschauer Philharmonie, das Mozarteum Salzburg, das Wiener Konzerthaus und den Wiener Musikverein.Zuletzt unternahm die Künstlerin Tourneen in die Schweiz, nach Deutschland, Norwegen, Dänemark, England, Polen, China und in die USA.
Als Solistin spielte Janna Polyzoides zahlreiche Werke für Rundfunk, Fernsehen und auf CD ein. Als Kammermusikerin trat sie u. a. mit dem Arcus Ensemble Wien auf und konzertierte mit der Camerata Polyzoides, die sich aus Mitgliedern ihrer Familie zusammensetzt. Mit ihrem Bruder, dem Geiger Demetrius Polyzoides, bildet sie das international bekannte Duo Polyzoides.Ihre intensive Beschäftigung mit zeitgenössischer Musik führte zu zahlreichen Uraufführungen und CD-Einspielungen von neuen Werken, die ihr gewidmet wurden. Zuletzt, im April 2006, kam eine Doppel-CD (Extraplatte) mit 13 Solo- und Kammermusik-Kompositionen von Klaus Johns heraus.Bis jetzt erschienen 22 CDs mit Janna Polyzoides als Solistin und Kammermusikerin, zuletzt eine CD des ORF mit dem Radio-Symphonieorchester Wien (Klavierkonzert von Christian Ofenbauer) und eine CD (Aulos) mit Werken von Pjotr I. Tschaikowsky, Maurice Ravel, Wolfgang Amadeus Mozart, Eugène Ysaÿe, Fritz Kreisler, William Kroll und Henryk Wieniawski mit dem Duo Demetrius & Janna Polyzoides.
Demetrius Polyzoides, am 11. Juli 1959 in Graz geboren, lernte die Grundbegriffe des musikalisch-methodischen Denkens von seinem Vater, Christos Polyzoides, begann sein Violinstudium bei Harald Himmel an der Musikuniversität in seiner Geburtsstadt und beendete es 1982 an der Wiener Musikuniversität als Student von Franz Samohyl mit dem Solisten-Diplom mit einstimmiger Auszeichnung. Während seines Studiums wurde er mehrfacher Preisträger bei Landes- und Bundeswettbewerben „Jugend musiziert“. An der Wiener Musikuniversität studierte er auch Bratsche bei Hatto Beyerle. Meisterkurse bei Arthur Grumiaux, Christian Ferras, Max Rostal und Wolfgang Marschner vertieften seine Studien. Mehrere Engagements als Konzertmeister führten ihn schließlich nach Köln, wo er seit 1989 lebt. 1995-97 war er Primarius im Leonardo Quartett Köln. Seit 1997 ist er Primarius und Gründungsmitglied im mittlerweile sehr renommierten Kölner Streichsextett. Er ist auch Mitglied der Camerata Polyzoides, die im erweiterten Familienkreis Kammermusikwerke in variablen Besetzungen zu Gehör bringt. Demetrius Polyzoides pflegt nach wie vor seine solistische Tätigkeit, Konzertreisen führten ihn in fast alle Staaten Europas, nach Südamerika und Fernost. Große Beachtung fand seine CD mit den „Six Sonates pour Violon seul“ op. 27 von Eugène Ysaÿe. Zur Zeit befindet sich die Herausgabe seiner 3 CDs umfassenden Einspielung der Sonaten und Partiten von Johann Sebastian Bach kombiniert mit den Capricci von Niccolò Paganini in Vorbereitung. Im Jahr 2000 verlieh ihm die Grazer Kunstuniversität nach einem Zusatzstudium den akademischen Grad eines Magister Artium.
Die junge Musikergeneration zeichnet sich durch Vielseitigkeit
aus. Gerade noch saß Lorenz Raab, Jahrgang 1975, in
Japan im Opernorchester: Mozarts "Le nozze di Figaro"
als Gastspiel aus Aix-en-Provence steht in der Bunkamura Orchard
Hall in Tokyo auf dem Programm. Nach zwölf Stunden Flug
und einem halbwegs locker weggesteckten Jetlag arbeitet der
Trompeter in Wien schon wieder in anderen musikalischen Weltgegenden.
Der schnelle Switch von der Klassik zu Jazz und improvisierter
Musik macht dem Trompeter keine Probleme: "Im Gegenteil:
Das ist sehr inspirierend."
(Werner Rosenberg)
Studium Konzertfach Trompete bei Prof.A.Holler an der Wr.Musikhochschule,
an der Trompetenakademie Bremen (u.a. bei: M.Höfs, B.Nilsson,
T.Stevens, J.Wallace, J. Thompson) und am Mozarteum Salzburg
bei Prof. Hans Gansch Orchestertätigkeit – Gustav
Mahler Jugendorchester, Mahler Chamber Orchester, Bremer Philharmoniker,
seit 2003 Solotrompeter an der Wiener Volksoper.
Zusammenarbeit mit: Sabina Hank, DZihan&Kamien, Sammy
Figueroa, Wolfgang Puschnig, Beni Schmid, Aleksey Igudesman,
Christian - Wolfgang und Gerhard Muthspiel, Peter Herbert,
Alex Deutsch, Christoph Cech, Christian Mühlbacher, Andi
Schreiber, Max Nagl, John Purcell, Harry Sokal, Georg Breinschmid,
Oskar Aichinger, Hans Steiner, Martin Siewert, Christian Salfellner,
Flip Philipp, Achim Tang, Ernst Reijseger, Melissa Coleman,
Otto Lechner, etc.
Clemens Salesny, (Saxophone/Klarinetten)
Geb. 1980 in Scheibbs/NÖ, lebt in Wien. 1998-2005 Saxophonstudium
an der Universität für Musik und darstellende Kunst
in Wien bei Klaus Dickbauer und Wolfgang Puschnig
2001 Hans Koller Preis (New York Stipendium)
2002 „Austrian Young Lions“-Jazzwettbewerb (2.
Preis)
2005 nominiert für den Hans Koller Preis (Newcomer des
Jahres)
2005 „The Austrian Sound of Music“ – Förderpreis
des BMAA
Eigene Bandprojekte seit 1994, 2000-2005 Clemens Salesny/Bumi Fian Quintett. Duo mit Clemens Wenger (p) ab 2000, Trio Salesny/Schabata/Preuschl.
2004 Mit-Initiator der "JazzWerkstatt Wien" zusammen mit Clemens Wenger, Peter Rom, Daniel Riegler, Bernd Satzinger und Wolfgang Schiftner.
Zusammenarbeit mit: Oliver Lake, Eddie Henderson, Joe Zawinul, Sunny Murray, Bumi Fian, Harry Pepl, Steven Bernstein, Nouvelle Cuisine, Uli Scherer, Flip Philipp, Georg Breinschmid’s Mingus Project, Max Nagl, Renald Deppe & die Wachauer Pestbläser, Concert Jazz Orchestra Vienna, Gansch and Roses, Wolfgang Reisinger, Andy Manndorff, Peter Herbert, Wolfgang Mitterer, Armin Pokorn, Jean-Paul Bourelly, Denis Colin Trio, Sabina Hank Orchestra, Takon Orchester, Bodo Hell,...
"... Sein Spiel, zwischen Hot und Be Bop angesiedelt,
ist geprägt von Intensität und Improvisation und
hat einen für seine jungen Jahre erstaunlich reifen und
eigenständigen Klang...
Bei den 'Wilden' des Jazz wie Charles Mingus oder Thelonious
Monk, auf den Wogen harmonischer Brüche schaukelnd, fühlt
sich Salesny hörbar wohler als in den harmloseren Gefilden
des Mainstreams... Als Mit-Initiator der jazzwerkstatt gehört
Salesny zudem zu dem Teil der jungen Jazz-Szene, die eigenwillig
und eigeninitiativ neue Impulse für die Szene setzen."
(Denise Riedlinger, jazzzeit)
1983 geboren als Sohn seiner Eltern, die ihn lange Zeit
für ein Genie hielten, er sich dann jedoch trotzdem für
das Cellospiel entschied.
Seit 2003 studiert er an der Musikhochschule in Leipzig bei
Prof. Peter Hörr und zurzeit als Gast bei Andreas Lindenbaum
(Klangforum Wien) in Wien.
Berndt Thurner
Bereist aus Leidenschaft abgelegene Regionen auf der ganzen
Welt und bereichert durch seine mitgebrachten Eindrücke
und Instrumente seine Musik.
Zu Beginn stand eine intensive Beschäftigung mit Jazz
und lmprovisation. Danach konsequente Entwicklung zur zeitgenössischen
Musik.
Heute prägt musikalische Offenheit Berndt Thurmers Denken.
Auftritte bei internat. Festivals in Europa, USA, Mexico,
Taiwan, China und anderen Ländern.
Mitglied verschiedener Ensembles für zeitgenössische
Musik.
Arbeitet in verschiedenen Kammermusikbesetzungen und als Solist.
Referenzen: Klangforum Wien, Vinko Globokar, Max Nagl, J.G.
Thirlwell, Georg Nussbaumer (Ensemble Symphoid), Ensemble
XX. u.a..

