ÖBV – Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit – ÖBV Versicherung

Grafik: Grabenfest 2007

ÖBV Grabenfest 2007
"Happy End" - Die Gunst des Augenblicks

26. – 28. Juni 2007

Künstlerinnen und Künstler

Foto: Achim Tang
Achim Tang – Kurator

Wiener Musiker, Bassist, Klangforscher. Kurator des GrabenFests der ÖBV seit 2005
In Berlin geboren, hat in Graz studiert, lebt in Köln.
Jazz? Welt-Musik? Improvisation?
Improvisation!
Grenzüberschreitende Kontakte in alle Tonarten,
interplanetare Reisen im akustischen Raum;
und im Zentrum: Musik.

Jahrgang 1958
Kontrabass seit 1984. Zunächst Studium klassischer Musik in Basel und Berlin, nach 1987 Studium an der Jazzabteilung der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz.
1992 Konzertdiplom mit Auszeichnung.

Ende der 1980er Jahre beginnt Achim Tang mit verschiedenen Stimmungen am Kontrabass zu experimentieren und entwickelt infolge eine asymmetrische, Quinten und Quarten mischende Stimmung die seine Spielweise entscheidend prägt.

Tang arbeitete auf internationaler Ebene mit vielen großartigen Musikern und Performern zusammen, unter anderem mit Marc Ducret, Stoyan Yankulov, Guy Klusevcek, Akemi Takeya, Joachim Kühn oder David Tronzo.

Komponistinnen und Komponisten 2007:

Matthias Kranebitter | Orchester Graben | Viola Falb

Lesung/Performance:

Christian Reiner und Christian Weber

Musikerinnen und Musiker:

Orchester Graben | poehn | Mamadou Diabate


Komponist:


Foto: Matthias Kranebitter
Matthias Kranebitter

hat eine lange musikalische Geschichte. Nach früher Ausbildung an der Musikschule Margareten, nach Mathematik- und Musikwissenschaftsstudium widmete er sich ganz der Komposition. Schon während der Ausbildung beschäftigt sich Kranebitter mit Medienkomposition und Jazzarrangement, er hat in den letzten Jahren mit vielen Ensembles gearbeitet. "Das Schwierigste und das Wichtigste beim Komponieren ist, den Zeitablauf so zu gestalten, dass es für den Zuhörer interessant bleibt. Denn auch das konzentrierte Zuhören ist ja Arbeit. Es darf nicht völlig unklar sein, was passiert, aber auch nicht vorhersehbar. Die Kunst dabei ist es, die Balance zu halten", erklärt Kranebitter.


Orchester Graben

Martin Brandlmayer  - Franz Hautzinger - Hannes Löschel - Max Nagl - Martin Siewert - Achim Tang

Der zweite Kompositionsauftrag geht in diesem Jahr an eine Gruppe von Musikern, die alle eine persönliche Geschichte mit den GrabenFesttagen verbindet. Gemeinsam bilden sie ein Ensemble, in dem die Grenzen zwischen Komposition, Interpretation und Improvisation aufgehoben sind. Jeder  Musiker steuert eine Komposition bei, die vom gesamten Ensemble interpretiert wird. Dabei sind die einzelnen Kompositionen nie vollständig ausformuliert, Improvisation und Komposition wirken gleichberechtigt zusammen.


Foto: Viola Falb
Viola Falb

Saxophonistin, Komponistin und Leiterin diverser Ensembles zeichnet für den dritten Kompositionsauftrag des diesjährigen GrabenFestes verantwortlich. Falb hat sowohl Jazz als auch Klassik studiert und verbindet in ihrer Musik die verschiedensten Elemente zu ihrem persönlichen Sound.

Lesung/Performance:

Christian Reiner und Christian Weber
 
Der Wahlwiener Christian Reiner und sein Duo-Partner, der Schweizer Bassist Christian Weber gestalten eine experimentelle Lesung, die sich im Zwischenbereich von Sprache und Musik auf die Spuren des in Wien geborenen und vor den Nazis in die USA geflüchteten Schauspielers Leon Askin begibt. Askin nahm 2001 am GrabenFest teil. Es war eine sehr denkwürdige  und berührende Zusammenarbeit. Grund genug, dem inzwischen verstorbenen Askin anlässlich seines 100sten Geburtstages einen Teil des Programms zu widmen.


Foto: Scott Field
Christian Reiner

ist Sprecher, Ausnahmevokalist, Sprecherzieher. Er studierte Sprechen/Sprecherziehung an der staatlichen Hochschule für darst. Kunst und Musik in Stuttgart und arbeitet seit 1996 intensiv an den musikalischen Aspekten von Stimme und Sprache. Reiner spricht Hörspiele, Synchronisationen, Features und Werbung bei Ö1, FM4, Deutschlandradio Berlin, ZDF und anderen. Er rief mehrere Projekte in den Bereichen Musik, Literatur, Tanz, Theater, Performance ins Leben und arbeitet mit international renommierten Künstlern zusammen. Mit dem Regisseur Ruedi Häusermann (2000 Bayerische Staatsoper), mit dem Improvisationstänzer Julyen Hamilton (2003, 2004 Tanzquartier Wien und europaweit auf Festivals), dem Schriftsteller Wolf Wondratschek (in verschiedenen Projekten) und anderen. 2002 – 2005 spielte er beim aktionstheater-ensemble. Er veröffentlichte bisher einige CD´s.

1999 entwickelte er für das Deutsche Sport- u. Olympiamuseum Köln die bis heute dauernde Hörspiel-Installation „English Sports“. Letzte Arbeiten: Sprecher der Opernfilmreihe des ORF, Themes for Voice and Dance (Dance 2004 München), Texter und Musiker für Lydia Hermann (Projekt Pop Siegerin 2004), Auftritte mit den von Reiner gegründeten Text/Musik-Formationen Oral Office und Pachinko Orkester. Als Pädagoge im Bereich Atem- Stimm- und Sprechlehrer arbeitet Reiner u.a. bei ZDF, Universität Stuttgart, Jugend in Wien/ Wien extra und Tanzquartier Wien.


Foto: Christian Weber
Christian Weber

b. 23.11.72 Zürich/Switzerland
doublebass, substructural noises

  • 1990 discovery of the doublebass
  • 1993-96 studies at Hochschule f. Musik und darstnde Kunst Graz
  • 1995-98 studies at Bruckner Konservatorium Linz with A. Roidinger
  • 1998 studies with Ernst Weissensteiner, Vienna
  • 2000-06 secretary of WIM Zurich (Workshop for Improvised Music)
  • 2001 contribution by the city of Zürich; commission by ProHelvetia
  • 2003 Cultural price of the city of Zurich
  • 2004- extensive touring all over the world

Christian Weber, currently living in Zürich, contributes his ideas and his wonderful instrument to many projects all over the world.

current projects/bands
regular appearances
with Day & Taxi, Sudden Infant, Günter Müller, Norbert Möslang, Die Welttraumforscher, Collegium Novum, Stefan Heckel Group, Gegenklang  ...

festival concerts
Druga Godba Ljubliana, Jazzfestival Zagreb, Jazz Meeting TelAviv, Jazz-Meeting Jerusalem, Jazzfest Wiesen, Jazz over Villach, Hörgänge Wien, Jazzfestival Schaffhausen, AMR Genf, Ice On Fire (Kuwait), Festival de Jazz Grenoble, Jazzfest Wien, unerhört!, Ulrichsberger Kaleidophon, Uncool Poschiavo, Wien Modern, Moers Festival, LEM Barcelona, Jazzherbst Konstanz, Taktlos...

toured in
Switzerland, Austria, Germany, England, Ireland, Poland, Israel, China, Taiwan, Belgium, Italy, Slovenia, Kuwait, Croatia, Czech Republic, The Netherlands, Spain, Japan, Russia, USA ...

has worked with
Peter Kowald, Irène Schweizer, Werner Lüdi, Charles Gayle, Robert Dick, Boris Hauf, Bertrand Denzler, Peter K Frey, Lol Coxhill, Olaf Rupp, Ludwig Bekic, Jacques Demierre, Franz Hautzinger, Gerhard Herrmann, Co Streiff, Elliott Sharp, Wolfgang Reisinger, Gene Coleman, Stephan Wittwer, Nils Wogram, Steamboat Switzerland, Phil Minton, Willem Schulz, Andres Bosshard, Ben Jeger, Tom Varner, Joachim Kühn, Wolfgang Puschnig, Julian Argüelles, Charlotte Hug, Jason Kahn, John Butcher, Roger Rotor, Antoine Chessex, Kai Fagaschinski, Dave Phillips, Otomo Yoshihide, Johannes Bauer, Simon Nabatov, Bo Wiget, Evan Parker  ...

Musikerinnen und Musiker:


Orchester Graben

Martin Brandlmayer  - Schlagzeug
Franz Hautzinger - Trompete
Hannes Löschel - Klavier   
Max Nagl - Saxophon, Klarinette
Martin Siewert - Gitarre
Achim Tang   - Kontrabass

Im Orchester Graben sitzen einige der profiliertesten Wiener Vertreter der Neuen Musik und der Improvisationskunst zusammen. Hier entsteht in intensiver Zusammenarbeit eine gemeinsame  Musik, die von unterschiedlichen Standpunkten aus gedacht, konzipiert und formuliert wird, ein heterogenes Ensemble, in dem die einzelnen musikalischen Positionen nicht vollends von einem homogenen Klang aufgesogen und eventuell entstehende Widersprüche als kreatives Potential nutzbar gemacht werden.


phoen

Viola Falb - Sopran- und Altsaxophon/Komposition
Wolfgang Schiffner - Altsaxophon
Arnold Zamarin - Tenorsaxophon
Florian Fennes - Baritonsaxophon

Zum Ensemble phoen von Viola Falb schreibt Franz Hautzinger: „Es ist schwer in worte zu fassen, was ich gesehen und gehört habe in den letzten jahren, wie dieses quartett zu einer einheit, sich der musik  und der kunst hingebend, das experiment und das tun, das sein und das können  in 4 klängen zu einem machend, sich auch noch in den persönlichkeiten  zu einer wünschenswerten haltung formend, entwickelt hat,  in einer geschwindigkeit wie der spross des bamboo ... den  symptomen des 3. jahrtausends verpflichtet!„

Mamadou Diabate - Balafon/Percussion/Komposition
Louis Sanou - Balafon/Percussion
Karim Sanou - Ngoni/Percussion

Zum Abschluss und Ausklang des 16ten Grabenfestes spielt ein Ensemble, welches zeitgenössische Musik und Komposition mit einem ganz anderen Hintergrund präsentiert: Mamadou Diabate kommt aus Burkina Faso in Westafrika, er ist ganz in der langen Tradition seiner Heimat erzogen und sagt doch von sich selber: „ Alle unsere Instrumente stammen zwar aus der traditionellen Musik Westafrikas, alle Mitwirkenden sind in Burkina Faso geboren und aufgewachsen, unsere Musik selbst ist aber keine traditionelle Musik mehr. Sie ist vielmehr geprägt von unseren Erfahrungen und Konzertreisen, von der Zusammenarbeit mit Musikern anderer Kulturen und vom Leben in Europa.“

 



Foto: Martin Brandlmayr
Martin Brandlmayr

drums, percussion, computer
lives in vienna and berlin
bands and projects: radian, trapist, kapital band 1, autistic daughters
collaborations with burkhard beins, tony buck, john butcher, peter brandlmayr,
nicholas bussmann, werner dafeldecker, dieb 13, axel dörner, christian fennesz,
franz hautzinger, gina hell, christof kurzmann, klaus lang, andrea neumann,
pure, sachiko m, stefan schneider, martin siewert, burkhard stangl,
John Tilbury, Chad Taylor, Void, Joe Williamson, Ottomo Yoshihide,...

martin brandlmayr was artist in residence 2002 at podewil, berlin
Soundinstallation Maag Areal Zurich 2003

releases:
Radian "radian" CD, Rhiz 1998
Radian "tg 11" CD, Mego/Rhiz, 2000
Trapist "Highway my friend" CD, Hathut, 2002
Radian "rec.extern" CD, Thrilljockey, 2002
Mapstation "version train" CD/LP, Staubgold, 2002
Siewert/Brandlmayr "Too Beautiful To Burn" CD, Erstwhile records, 2003
Brandlmayr/Dafeldecker/Nemeth/Siewert "Die Instabilitaet der Symmetrie" CD, Doc/Grob, 2004
Kapital band 1 "2 CD" CD/CDR Mosz, 2004
Trapist "Ballroom" CD, Thrilljockey, 2004
Radian "Juxtaposition", CD/LP, Thrilljockey, 2004
Autistic daughters "Jelousy and diamonds" CD, Kranky 2004 / LP Staubgold 2004, to be released 1st nov 2004
Martin Brandlmayr "manual mode", Vinyl 7inch, Ideal records, to be released January 2005
www.radian.at


Foto: Franz Hautzinger
Franz Hautzinger 

Komponist und Interpret zeitgenössischer und improvisierter Musik.
Geboren 1963. Studierte Trompete und Komposition an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Graz und am Konservatorium der Stadt Wien.

Seit 1989 Lehrauftrag für Ensembleleitung, Komposition und Arrangement an der Hochschule für Musik und darstellende Kunst in Wien. Als (Gast-)Solist zahlreicher Ensembles, Kooperationspartner international renommierter Künstler (u. a. Elliott Sharp, Gil Evans, Sainkho Namtchylak, John Cale, Christian Fennesz, Otomo Yoshihide, Butch Morris, Phil Niblock, Klaus Öhring, Lou Reed, Derek Bailey, the Temptations. John Tilbury, Tony Oxley, Joachim Kühn) und als Leiter eigener Projekte ("Franz Hautzinger Speakers Corner", "Dachte Musik", "Regenorchester", Gomberg) ist er eine der profiliertesten österreichischen Musikerpersönlichkeiten. Veröffentlichung des Buches "Gomberg", graphische Partituren. Österreichisches Staatsstipendium 2001. Zahlreiche Auszeichnungen und Stipendien. Kinderprojekte, Performance, Theater und kunstprojekte.

Als eigenständige Instrumentalstimme im zeitgenössischen Jazz sozialisiert, hat sich Franz Hautzinger in den letzten Jahren als Improvisator, Komponist und Konzeptualist verstärkt einer von der Neuen Musik inspirierten und von Jazzidiomatik weitgehend emanzipierten Klangsprache zugewandt. Eine explizite, weit ausholende Linearität, die Elemente des Modal (Miles Davis) und des Free Jazz (Bill Dixon) verarbeitet, tritt dabei zugunsten eines konsequent klangbetonten Auslotens von Handlungs- und Ereignisräumen zunehmend in den Hintergrund. Bei aller äußeren Reduktion auf aphoristische Kürzel und lakonische Gesten (flüchtig hingehauchte Melodiepartikel, in die Stille implodierende Einzeltöne, elaborierte Mikrosounds oder der pointierte Einsatz von Vierteltonintervallik) ist Hautzingers Musik stets von einer engmaschigen, assoziationsreichen Textur, die sich eher über Parameter wie Dichte, Volumen und Farbe als durch distinktive Tonhöhen und -dauern mitteilt. Seine radikal subjektiven Arbeiten - von der Soloperformance, die auch Außermusikalisches wie Privatheit und Intimität thematisiert, bis zu variabel besetzten Ensemblewerken - sind häufig durch flexible Rahmennotationen oder graphische Strukturplane prästabilisiert und verlieren auch dann nichts von ihrer Präzision, Transparenz und spröden Schönheit, wenn sie gänzlich der Intuition des Augenblicks ("realtime-composing") überantwortet sind.
www.gomberg.at


Foto: Hannes Löschel
Hannes Löschel

geboren 1963 in Wien, erhielt seine musikalische Ausbildung an der Hochschule für Musik in Wien. In der Folge arbeitete er vorerst als Interpret zeitgenössischer Musik, speziell österreichischer und amerikanischer Moderne mit ersten Auftritten als Solist und Ensemblemusiker.
Ab ca. 1990 wandte er sich im Rahmen einer längeren Zusammenarbeit mit der Schlagwerkerin Elisabeth Flunger der improvisierten Musik zu und entwickelte erste stilübergreifende Arbeiten als Komponist, improvisierender Musiker, Ensembleleiter und Arrangeur.

1995 gründete er das österreichische Trio Löschel Skrepek Zrost, das mit seiner ersten CD While You Wait 1997 den Hans Koller Preis für Jazz- und improvisierte Musik erhielt. Als Komponist entstanden in der Folge neben Kammermusikwerken u.a. für Koehne Quartett, Janus Ensemble, Ambitus oder Ensemble Plus, diverse Auftragswerke u.a. für den echoraum Wien, das Wiener Volksliedwerk, Diagonale-Film-Festival, Jeunesse, Open Music, Jazzfestival Saalfelden, und die Bregenzer Festspiele (KAZ). Im Rahmen von Kollaborationen mit der Choreographin Rose Breuss, dem Figurentheater Christoph Bochdansky und dem Filmemacher Gustav Deutsch entwickelt und komponiert er regelmäßig Musik für Film, Tanz und Theater sowie Varietes und Telefon-Anlagen.

An der Schnittstelle zu elektronischer Musik arbeitet er im Rahmen der Formation antasten intensiv zusammen mit dem österreichischen Organisten und Keyboarder Josef Novotny.

Auftritte weltweit im Rahmen von Festivals für zeitgenössische und Improvisierte Musik sowie Jazz führten zuletzt ua. zu

  • NowNow (Sydney) 2006,
  • Open Frame (Brisbane) 2006,
  • Off Side & Gendai Hights / Tokyo 2002,
  • Moving Patterns, Knitting Factory / New York 2001,2002,
  • Turning Sounds Warschau 2003,
  • Wien Modern 2001, 2002, 2005,
  • Jazzfestival Saalfelden 2003, 2004, Unlimited Wels 2002, 2004,
  • Konfrontationen 2001, 2005 uvm.

Hannes Löschel wurde ua. ausgezeichnet mit dem österreichischen Staats-Stipendium 2001 sowie dem "Publicity-Preis 2006" der "Austro Mechana".
 Mit den bisher auf CD erschienen Solo-Arbeiten, Konzept-Alben und Ensemble-Projekten entwirft Löschel durch facettenreichen Einsatz unterschiedlicher Kompositions-, Spiel- und Produktionsmethoden und die gezielte Einbindung eloquenter Musiker/-innen mit Witz, Ironie und viel Spielraum eine Musik weit über stilistische Grenzen hinweg.
www.hannesloeschel.com


Max Nagl

  • Geboren 1960 in Gmunden.
  • Klarinetten und Klavierunterricht in jungen Jahren.
  • Klavierstudium am Brucknerkonservatorium Linz
  • Saxophonstudium am Konservatorium Wien.
  • Ab 1980 Gründung diverser Bands in Linz und Wien.
  • Ab 1995 vermehrt Kompositionsaufträge für Tanztheater, Hörspiele und Sprechtheater und Kammermusik.
  • Juni 2002: Uraufführung der Kinderoper / Jazzmärchen "Felix, oder die Geschichte von einem der auszog das Gruseln zu lernen" an der Volksoper Wien.
  • April 2005: Uraufführung der Operette "Der Siebte Himmel in Vierteln" im Museumsquartier Wien (Libretto: Franzobel, Regie: Michael Scheidl)

Musik für Theater/Tanz
Where you are calling from, Tanztheater, Regie: Donald Fleming, New York, Amsterdam
Owei Super, Tanztheater, Christine Gaigg - Festival der Regionen O.Ö.
Weiße Schatten auf schwarzer Wand, Theater ohne Grenzen - Konzerthaustheater Wien
Der Stiefel und sein Socken, Theater Via - altes AKH Wien
Camouflage, Tanztheater, Regie: Christine Gaigg, die Theater Wien
Es singen die Steine, Stadttheater Klagenfurt, Regie: Ernst Binder
Embryo, Theater ohne Grenzen - WUK Wien
Liebesbeweis, Theater ohne Grenzen - Odeon Wien
Rough Trades, Tanztheater, Christine Gaigg - die Theater Wien
One plus One, Tanztheater, Regie: Christine Gaigg, Tanzfestival ImPuls Wien
Billy the Kid, Hörspiel, Regie: Robert Matejka
Sacre Material, Tanztheater, Regie: Christine Gaigg, Tanzfestival ImPuls Wien,
Sapporo, Theater, Regie: Kazuko Watanabe, Steirischer Herbst,
Kameliendame, Theater, Regie: Kazuko Watanabe Schauspielhaus Düsseldorf
Wien – West, Hörstück über den Wiener Westbahnhof, Deutschland Radio Berlin
Die Blendung, Hörspiel des Jahres 2002 ORF, Regie: Robert Matejka, Berlin
Marco Polo Wunderwelt, Theater, Regie: Martina Winkel, Schauspielhaus Wien
Ein hässlicher kleiner Mann, Hörspiel, Regie: Robert Matejka, Berlin
www.maxnagl.at


Foto: Martin Siewert
Martin Siewert

guitars, lap- & pedal steel, electronics

born in Saarbrücken in 1972
living & working in Vienna
improv and composing activity in both acoustic and/or electronic contexts;
work for theatre, film and dance as well as various remix and soundinstallation commissions

projects/bands include:
TRAPIST (with Joe Williamson and Martin Brandlmayr)
THE YEAR OF (Fleischmann, Kurzmann, Dafeldecker, Siewert, P. Kling)
EFZEG (Hauf, Stangl, Dieb13, Roisz, Siewert)
INVARIANT (audiovisual duo project with Michaela Grill)
MY KINGDOM FOR A LULLABY (Billy Roisz, Michaela Grill & Christof Kurzmann)
Duo DIEB13 / SIEWERT
DIE INSTABILITAET DER SYMMETRIE ( Brandlmayr, Nemeth, Dafeldecker, Siewert)
KOMFORT 2000 (with Werner Dafeldecker, Helge Hinteregger, Wayne Horvitz, Tony Buck)
MELT (duo with Didi Bruckmayr)
sssd (with Taku Sugimoto, Werner Dafeldecker and Burkhard Stangl)

has worked with: Otomo Yoshihide,Taku Sugimoto, Oren Ambarchi, Dieb13, Wayne Horvitz, Tony Buck, Toshimaru Nakamura, Wolfgang Mitterer, Elliott Sharp, Sun, Manuel Mota, Franz Koglmann, Thomas Lehn, Karlheinz Essl, Burkhard Stangl, Briggan Krauss, Ken Vandermark , Michael Sarin, Jamaaladeen Tacuma, Michaela Grill, Fuckhead, Klangforum Wien, Helge Hinteregger, Werner Dafeldecker, Christian Fennesz, Billy Roisz, Roger Turner, Steve Noble, Marceo Mattos, Franz Hautzinger, Christof Kurzmann, Sainkho Namtchylak, Max Nagl, Uchihashi Kazuhisa, Boris Hauf, John Norman, Kevin Drumm, Didi Bruckmayr, Kent Kessler, Gene Coleman, Stefan Nemeth, Dean Roberts, Siegrun Appelt, Annja Krautgasser, Dariusz Kowalski, Bernhard Fleischmann, Hanno Leichtmann, Static, Patrick Pulsinger, Thilges 3, Mattin, Philip Jeck, Andrea Neumann, Gustav Deutsch, Kammerflimmer Kollektief, Robert Steijn, Frans Poelstra, Toxic Dreams, Milli Bitterli & Artificial Horizon, Philipp Quehenberger, Zeitblom, Lillevan ...

selected discography:

HE YEAR OF - Slow Days (Morr Music, 2006)
MARTIN SIEWERT - No Need to be Lonesome (Mosz, 2004)
TRAPIST - Ballroom (Thrill Jockey, 2004)
EFZEG - Wuerm (Charhizma, 2003)
BRANDLMAYR/ DAFELDECKER/ NEMETH/ SIEWERT - Die Instabilitaet der Symmetrie (Grob / dOc, 2003)
SIEWERT/ BRANDLMAYR : Too Beautiful to Burn (Erstwhile, 2003)
DIEB13/PURE/SIEWERT : Just In Case You Are Bored. So Are We (dOc, 2002)
TRAPIST : Highway My Friend (HatHut, 2002)
EFZEG : Boogie (Grob, 2002)
siewert.klingt.org


Foto: Viola Falb
Viola Falb

geb. 29.3.1980 in NÖ, begann im Alter von 7 Jahren Klavier zu
spielen, mit 12 kam dann das Saxophon dazu

  • 1998: Studium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst Wien, Saxophon
    Klassik bei Oto Vhrovnik und Christian Maurer, Saxophon Jazz bei Klaus Dickbauer und Wolfgang Puschnig, Schwerpunktfach Klavier bei Michael Lipp
  • 2003: Abschluss des Pädagogikstudiums Saxophon Jazz mit Auszeichnung
    Fortsetzung des Magisterstudiums seit 2002 :Unterrichtstätigkeit an der Musikschule Retz, Lehrerin bei verschiedenen Sommerkursen: Jungmusikerkurs Retz, Musikschmiede Waidhofen/Ybbs, Schloß Zeillern
  • 2004/2005: Studienaufenthalt an der Hochschule für Musik "Hanns Eisler", Berlin, Unterricht bei Gebhard Ullmann, Volker Schlott, Jiggs Whigham, Rolf Zielke
  • 2004: nominiert für den Hans Koller Preis "Newcomer des Jahres"
  • 2004: Gewinnerin des Jazzzeit Publikumspreis
  • 2005: "The New Austrian Sound of Music" - Förderpreis des Bundesministeriums
  • 2005: CD mit ihrer Band FALB FICTION aufgenommen
  • 2006: ausgewählt für das EBU - European Youth Jazz Orchester - mit Europatournee


Foto: Mamadou Diabate
Mamadou Diabate

Percussion Mania: Der Name der Gruppe ist Programm!
Alle Instrumente stammen zwar aus der traditionellen Musik Westafrikas, alle Mitwirkenden sind in Burkina Faso geboren und aufgewachsen, unsere Musik
selbst ist aber keine traditionelle Musik mehr. Sie ist vielmehr geprägt von unseren Erfahrungen und Konzertreisen, von der Zusammenarbeit mit Musikern anderer Kulturen und vom Leben in Europa.

Mamadou Diabate kommt aus einer westafrikanischen "Jeli"- Familie in Burkina Faso, wo das Musizieren und das Geschichten erzählen seit Menschengedenken als Familienberuf ausgeübt werden. Der allererste Diabate (ursprünglich Dian-baga-te = der Unwiderstehliche) wurde im Sundjata-Epos (13. Jh.) erwähnt.

Er war ca. fünf Jahre alt, als seine professionelle Ausbildung begann. Zunächst zu Hause bei seinem Vater Penegue Diabate (dieser galt zu Lebzeiten weit über die Grenzen der  Sambla-Kultur hinaus als der beste Balafonist; sein Lobgesang "Marijata" für Thomas Sankara war sehr populär in den 1980ern, seine Musik war mehr als zehn Jahre lang das Signal von Radio Burkina) und seinen älteren Brüdern Sadama und Sibiri (heute die geschätztesten Balafonisten meines Volkes, der Sambla). Mamadou war 8 Jahre alt, als er anfing, seine Lehrjahre bei namhaften Xylophonspielern der Nachbarvölker wie Siamou, Tusia, Senufo, Gan, Lobi, Dagara, Bobo zu absolvieren. Die ihm nachgesagte Virtuosität hat er Daouda Diabate, dem "unzähmbaren" Balafonvirtuosen des Tusia Volkes zu verdanken.

Mamadou war noch ein Teenager, als er beschloss, seinen musikalischen Horizont bei den inzwischen weltberühmt gewordenen modernen, neo-traditionellen Musikern wie Farafina, Sababugnoma, Frères Coulibaly, zu erweitern. Dies geschah allerdings gegen den Willen der Eltern, die von ihm die Fortführung der Jeli-Tradition erwarteten. Die Versöhnung fand erst 1988 statt, als Mamdous Vater für das Nationale Kulturfestival von Burkina Faso einen zweiten Balafonisten suchte und keinen geeigneten fand.
In den nachfolgenden Jahren haben die beiden wiederholt den ersten Preis dieses Festivals gewonnen.

Seit April 2000 lebt und arbeitet Mamadou in Österreich und hat seither zahlreiche Konzerte im In- und Ausland (Belgien, Deutschland, England, Frankreich, Holland, Indonesien, Italien, Marokko,Pakistan, Russland, Schweiz, Slowakei, Slowenien, Spanien, Tschechische Republik, Tunesien, Türkei,Ungarn) gegeben bzw. an Festivals in Europa und Asien teilgenommen.


Karim Sanou

Percussion Mania
stammt nicht aus einer typisch westafrikanischen Musikerfamilie. Um so erstaunlicher ist es, dass er schon von Kindheit an, zum Teil gegen den Widerstand seiner Eltern, alles daransetzte Musiker zu werden. Er wurde 1974 geboren und wuchs in dem ältesten und traditionellsten Viertel seiner Heimatstadt Bobo Dioulasso auf, wo Musik, Tanz und Maskenkult alle wichtigen Ereignisse des Lebens begleiten. Er ist ein begabter Djembespieler, zu seiner musikalischen Bandbreite zählen aber auch das Dundun (Baßtrommel), die Lunga (Talkingdrum) und das Ngoni (Jäger-Stegharfe).


Louis Sanou

Percussion Mania
wurde 1982 in Bobo Dioulasso geboren. Er war ca. 10 Jahre alt, als er - wie er sagt – durch den Einfluss von Mamdous Balafonspiels beschloss, Musiker zu werden. Es folgten die harten Jahre des Lernens auf der Djembe und am Balafon. Heute ist er nicht nur ein hervorragender Djembe Solist, sondern auch ein sehr guter Balafonist.

Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit