Mit der ÖBV durchs Leben
„Von der ÖBV für die ÖBV“
Die neue elektronische Lern- und Kommunikationsplattform ist ein „echtes ÖBV-Produkt“
Kosten einsparen zu müssen, geht oft nicht ohne Druck. Manchmal kann dieser Druck aber auch zu kreativen und innovativen Lösungen führen. So wurde in der ÖBV jüngst eine Lern- und Kommunikationsplattform entwickelt, die einerseits hilft, Kosten zu sparen, deren Einführung andererseits selbst nicht viel kostete und die darüber hinaus
die Lern- und Kommunikationsqualität enorm erhöht. Immer am Puls der Zeit zu sein – das bewies damit die Abteilung
Personalentwicklung. In kürzester Zeit gelang es den „Masterminds“ des E-Learning-Programms, dem Leiter der Stabsabteilung Personalentwicklung, Peter Ebert, und seiner Stellvertreterin Mag. Marion Wais, auf Grundlage der Open Source Software „Moodle“ die neue Plattform mit dem Namen „ÖBV-Akademie“ zu installieren.
Neue Mitarbeiter/-innen können sich nunmehr das Grundlagenwissen über die Versicherungswirtschaft und die Produkte der ÖBV in Form von Blended Learning aneignen. Das heißt, sie lernen die Grundlagen über E-Learning mit Unterstützung ihrer Führungskräfte. Daneben gibt es die Möglichkeit, mit Kolleginnen und Kollegen sowie Trainern auf elektronischem Weg Kontakt aufzunehmen und über Fachthemen und Unklarheiten zu diskutieren. Weitere Vorteile gegenüber einem reinen Präsenzseminar: jeder Nutzer, jede Nutzerin kann das Lernprogramm jederzeit und von überall aus starten und so das Lernpensum und -tempo individuell gestalten.
Peter Ebert sieht im E-Learning eine
100%ige Verbesserung der Qualität des Lernprozesses. Auch für die Informationsvermittlung bedeutet die Lern- und Kommunikationsplattform einen Meilenstein. Alle 800 ÖBV-Mitarbeiterinnen und -mitarbeiter können damit binnen kürzester Zeit gleichzeitig informiert und geschult werden, wenn es Produktneuerungen gibt“.
„Die ideale Form des Lernens ist, sich vormittags mittels E-Learning ein bestimmtes Wissen anzueignen und nachmittags das Gelernte mit der Führungskraft zu wiederholen und mit Praxisbeispielen zu festigen“, so Peter Ebert. Neben Testschleifen zur Selbstüberprüfung wird es auch einen Abschlusstest geben, der im Beisein einer Führungskraft zu absolvieren und der in Zukunft die Voraussetzung für den Besuch weiterführender Präsenzseminare ist.
Denn das persönliche Gespräch, die praktische Umsetzung des Wissens, kann durch elektronisches Üben nicht ersetzt werden, auch wenn der Austausch von Argumenten via Blogs, E-Mails und im Chatroom möglich ist. Auch private – elektronische – Kommunikation ist auf der Plattform erwünscht. Jeder User kann ein Profil erstellen und über Suchfunktionen Gleichgesinnte finden.
Auf der Lernplattform steht die Wissensvermittlung, das Lernangebot im Vordergrund. Ziel ist, die Informationen abprüfbar zu vermitteln. Lernpakete beinhalten die wichtigsten Grundlagen. Die Präsenz der Trainer in Ton und Bild durch Bildschirmaufzeichnungen schafft eine Lernsituation, die dem realen Seminar nachempfunden ist.
Für die Trainer der Präsenzseminare bringt dies Veränderungen mit sich. Sie haben es in Zukunft mit Teilnehmer-/innen zu tun, die das theoretische Wissen schon „intus“ haben – der Schwerpunkt wird sich also auf die praktische Umsetzung des Gelernten verlagern. „Das Seminar Unfallversicherung wird so zu einem Workshop Unfallversicherung“, so Peter Ebert. Eine große Kostenersparnis besteht auch darin, dass nur mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Seminare besuchen, die sich dafür qualifiziert haben, so Marion Wais.
Möglich gemacht wurde die Lern- und Kommunikationsplattform unter anderem durch das Vertrauen, das der Vorstand der Abteilung Personalentwicklung dem Projekt gegenüber ausgesprach. Auch Verkaufsdirektor Manfred Steinberger unterstützte die Idee zu 100%. Weiters dankt die Abteilung Personalentwicklung der Abteilung PC@Net-Services, die den Server zur Verfügung stellt und für die Moodle Installation verantwortlich ist, für die tolle Unterstützung; weiters der Abteilung Werbung, die für die grafische Gestaltung verantwortlich zeichnet; der Abteilung Internet, die die grafische Gestaltung umsetzt, und natürlich den Regionalen Vertriebsleitern, die jetzt zwar mehr Zeit in ihre Mitarbeiter investieren, aber dadurch auch schneller in der Lage sind festzustellen, ob jemand für diese Tätigkeit geeignet ist oder nicht.

Für die technische Umsetzung und vor allem für das Filmen der Unterrichtsszenen – die Trainer sind nicht nur stimmlich, sondern auch optisch auf der Plattform präsent – bekommt die Abteilung Unterstützung von Christian Prihoda, der als „Mr. Electronic“ in der ÖBV schon so manche Neuerung bewirkt hat. Auch die Koordination zwischen den oben genannten Abteilungen wurde von Christian Prihoda souverän gemeistert.
Angesprochen auf die Zukunft des Projekts geraten Marion Wais und Peter Ebert ins Schwärmen: „Ideen hätten wir für die nächsten zehn Jahre genug“, so Ebert. In Zukunft könnte es etwa interaktive Schulungsmöglichkeiten mit Bildschirmaufzeichnungen von Kundengesprächen geben. Das würde bedeuten, dass der Übende durch Eingaben den Gesprächsverlauf selbst analysieren und mitbestimmen kann und dazu Feedback erhält.
Auch Seminare wie Telefontrainings könnten entlastet werden, indem Leitfäden oder Einwandbehandlung schon zuvor per Computer gelernt und geübt werden. „Fertig wird die Plattform nie werden, das ist ein Produkt, das lebt“, ist Peter Ebert überzeugt. Derzeit beschränken sich die Lernpakete rein auf Grundlagenwissen. In Zukunft sollen zu den Informationen über einzelne Tarife auch Verkaufsargumente platziert werden.
Filmaufnahmen mit erfahrenen Mitarbeiter/-innen wurden schon letztes Jahr gemacht. „Man wird uns noch öfter mit Kamera und Mikrofon ausgerüstet antreffen“, ergänzt Marion Wais. Die Interaktivität ist „ganz besonders wichtig beim E-Learning. Die Lernenden sind dadurch ständig beschäftigt, sie haben selten Phasen des reinen Zuhörens, sondern sind immer gefordert, etwas zu tun“, erklärt sie weiters.
Auch Programme wie SAP sollen in Zukunft über die Lern- und Kommunikationsplattform vermittelt werden. Darüber hinaus will man weiter daran arbeiten, die theoretischen Grundlagen von Seminaren virtuell aufzubereiten. E-Learning soll auch für den Innendienst ein wichtiges Medium werden. Bei der jüngsten Einführung des elektronischen Urlaubsantrags etwa, habe es sich bereits bewährt.
Sowohl Peter Ebert als auch Marion Wais sind überzeugt, mit der technischen Umsetzung des E-Learning-Programms zu den Besten am Markt zu gehören. „Es wird viel Abwechslung geben, zum Beispiel animierte Geschichten mit Textbausteinen“, so Ebert.
Ein Unterschied zum Mitbewerb ist auch, dass wir nicht einfach Versicherungswissen vermitteln, sondern Informationen produktspezifisch aufbereiten, dass wir etwa erklären, wie man mit Produktfoldern beim Kunden arbeitet.“
So ist die Lern- und Kommunikationsplattform wirklich von der ÖBV für die ÖBV gemacht – und das in enormer Qualität.
