Mit der ÖBV durchs Leben
Die Gläserne Decke
Vielen Frauen erschwert die „gläserne Decke“ als unsichtbare Barriere einen gleichberechtigten Zugang zum beruflichen Aufstieg. Diese gläserne Decke gilt es zu „durchbrechen“. Dazu braucht es eine gelebte Partnerschaftlichkeit und das Verständnis, dass auch die berufliche Welt aus Männern und Frauen besteht.
Frauen.Macht.Karriere
Eine ausgewählte Expertenrunde diskutierte in der ÖBV über die Erfahrungen von Frauen mit Macht und Karriere.
Für Frauen ist eine Karriere immer noch sehr viel schwieriger zu realisieren als für Männer. Dies bestätigte die selbst sehr erfolgreiche Innenministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner. Frau sein und Karriere zu machen, muss „mit einer Extraportion Konsequenz und Disziplin sowie Humor kompensiert werden“, so Mikl-Leitner.
Mag. Lisa Dillmann nannte „netzwerken“ von Frauen als eine Möglichkeit, um weiter zu kommen. Dem schloss sich Dr. Sabine Oberhauser grundsätzlich an, nicht ohne anzumerken, dass Frauennetzwerke bei Weitem nicht so „machtfixiert“ seien wie ihr männliches Pendant. Auch die Quote stand zur Diskussion. Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer sieht in der Quote allerdings kein Mittel, um Gleichstellung zu erreichen.
Dr. Johanna Rachinger wünscht Frauen den Mut, sich unbeliebt zu machen und warnte „frau“ davor, sich ständig auf die soziale Rolle reduzieren zu lassen. Der einzige Mann am Podium zeigte Vertrauen in die Entwicklung: „Als die ersten Frauen den Polizeidienst eroberten, glaubten viele männliche Kollegen, die Welt gehe jetzt unter.“ Mittlerweile hat der gesellschaftliche Paradigmenwechsel in allen Ressorts stattgefunden. Er wünscht sich allerdings, dass das Geschlecht überhaupt keine Rolle spielen sollte.
Hofrätin Christine Gubitzer zitierte eine asiatische Weisheit: „Ein Vogel kann nur dann gut fliegen, wenn beide Flügel gleich stark sind …“
Mit einem wunderschönen Blumenstrauß samt „standig ovations“ wurde Hofrätin Gubitzer mit besonders herzlichen Worten von Mag. Josef Trawöger, dem Vorstandsvorsitzenden der ÖBV, verabschiedet:
Wir freuen uns, dass Sie für Ihre Frauen-Enquete unser ÖBV-Atrium gewählt haben. Als privater Versicherer der öffentlich Bediensteten haben wir für unsere Freunde und Partner/-innen immer ein offenes Haus. Meine besten Wünsche begleiten Hofrätin Christine Gubitzer in ihren nächsten Lebensabschnitt. Für ihre Leistungen im öffentlichen Dienst und speziell für die Anliegen der Frauen gebührt ihr größte Anerkennung. Ich bin überzeugt, dass ihre Nachfolgerin Monika Gabriel ihr in nichts nachstehen wird und wünsche ihr für die neue Aufgabe alles Beste“.
Monika Gabriel
stv. Vorsitzende der Gewerkschaft Öffentlicher Dienst (GÖD) und Vorsitzende des Bereiches GÖD-Frauen.
Teilnehmer/-innen am Podium waren:
Bundesministerin Mag. Johanna Mikl-Leitner,
AbgzNR Vizepräsidentin ÖGB Dr. Sabine Oberhauser,
AbgzNR Dr. Ulrike Baumgartner-Gabitzer,
Gen.-Dir. Österreichische Nationalbibliothek Dr. Johanna Rachinger,
Mag. Lisa Dillmann, Soroptimist International,
Vizepräsident ÖGB Dr. Norbert Schnedl und
Moderation Katharina Seidl, ORF NÖ.
Foto links: v.l. Monika Gabriel, NR Abgeordnete Christine Marek, Hofrätin Christine Gubitzer und Innenministerin Johanna Mikl-Leitner
© Andi Bruckner
