Mit der ÖBV durchs Leben

„Kunst + Recht“
Das „Graue Haus“ öffnete seine Pforten
Mit einer Reihe von Veranstaltungen öffnete das Wiener Landesgericht im Herbst 2011 seine Tore für die Öffentlichkeit. Auf Initiative von Mag. Friedrich Forsthuber fanden im ungewöhnlichen Rahmen Podiumsdiskussionen, Ausstellungen, musikalische Darbietungen, Buchvorträge und Filmvorführungen statt.
Abschaffung der Todesstrafe
Höhepunkt der Veranstaltungsreihe war eine international besetzte Enquete im Großen Schwurgerichtssaal zur Abschaffung der Todesstrafe.

Völkerrechtsprofessor William Schabas erklärte, dass sich angesichts der sinkenden Zahlen von Hinrichtungen ein „sehr ermutigendes Bild“ zeige. Über 120 Staaten haben in den letzten 35 Jahren die Todesstrafe abegschafft. Österreich tat dies 1968, das letzte Todessurteil im Wiener Straflandesgericht wurde 1950 vollstreckt.
Buchpräsentation im Hinrichtungsraum
Bei der Präsentation des Buches „Mich könnt ihr löschen, aber nicht das Feuer“ erinnerte Willi Weinert gemeinsam mit Zeitzeugen an die Hinrichtungen der Widerstandskämpfer/-innen zwischen 1942 und 1945 im „Grauen Haus“. Heute befindet sich in der ehemaligen Todeskammer eine Weihestätte mit Gedenktafeln für insgesamt 1184 Menschen.
Ausstellung in eindrucksvollen Räumlichkeiten
Zahlreiche Gäste nutzten die Gelegenheit, Exponate der ausstellenden Künstler Barbara Rantasa, Gustav Just, Franz Pinzenöhler und Ernst Bruzek in einem besonders ehrwürdigen Rahmen besichtigen zu können. Ausgestellt wurde im Großen Schwurgerichtssaal, dem Egon-Schiele-Saal und dem Großen Sitzungssaal des Landesgerichts.
Die ÖBV war bei allen Veranstaltungen von „Kunst + Recht“ präsent.
Elfriede Neustädter,
ÖBV-Kundenberaterin.
Foto links: Mag. Friedrich Forsthuber, Präsident des Landesgerichts Wien.
