Mit der ÖBV durchs Leben
Polizeidiensthunde im Wettkampf
Elfte Bundes-Meisterschaft in Kärnten mit Unterstützung der ÖBV
Unerwartet ruhig geht es zu bei der 11. Polizeidiensthundemeisterschaft (PDHM) im kärntnerischen Feistritz bei Paternion Mitte Juni – gebellt wird nur, wo gebellt werden soll und darf. Sonst herrscht stille Konzentration bei den sieben Stationen, die die 39 Polizeihunde mit ihren Diensthundeführer/-innen absolvieren. Zum ersten Mal fanden die Bundessportmeisterschaften der Exekutive in Kärnten statt, die Hundemeisterschaft war der Höhepunkt und gleichzeitig Abschluss der von der ÖBV als einer der Hauptsponsoren unterstützten Veranstaltung.

Disziplin steht ganz oben auf der Liste der Anforderungen, die ein Polizeihund erfüllen muss. Wesensfest, beherrschbar und führbar müssen Polizeihunde sein, so Günther Bettschar, einer der Organisatoren der PDHM. Generationenlange Zucht und Auswahl garantieren, dass nur die besten eines Wurfs als Polizeidiensthund aufwachsen. Doch auch an die Hundeführer/-innen werden hohe Anforderungen gestellt: „Kriterien sind sportliche Fitness, zweijährige Exekutiv-Außendiensterfahrung und ganz wichtig: die Unterbringung des Hundes im Familienverband; die Familie, der Partner, der Ehemann, die Kinder, das muss alles passen“, erklärt Kontrollinspektor Ewald Müller im Gespräch mit ÖBVaktiv.
Begehrter Job Diensthundeführer
Müller ist Landesausbildungsleiter für das Polizei-Diensthundewesen in Kärnten und unter anderem für die Auswahl der Bewerber zuständig. Der Andrang ist groß. Für zwei Plätze bewarben sich im Vorjahr 15 Polizistinnen bzw. Polizisten. Wer in die Ausbildung aufgenommen wird, verbringt die nächsten Jahre sehr viel Zeit mit seinem dänischen, deutschen oder belgischen Schäferhund. Zum Einsatz kommen auch Rottweiler oder Riesenschnauzer.

Schon als Welpen sind die Hunde in der Familie des Hundeführers oder der Hundeführerin untergebracht und werden auf Sozial- und Suchverhalten trainiert. Im Alter von 18 bis 24 Monaten kommen sie – gemeinsam mit „ihrem Polizisten“ in die Bundesausbildungszentren nach Wien oder Bad Kreuzen in OÖ. Dort erhalten Hund und Herrchen / bzw. Frauchen den letzten Schliff. Für viele stehen dann noch Spezialausbildungen – z.B. für die Drogenfahndung, als Fährtenhunde oder Lawinenverschüttetensuchhunde – auf dem Plan.
Monatelanges Training geht dem Bewerb voraus
Die Besten der Besten zeigen dann bei den jährlich stattfindenden Diensthundemeisterschaften ihr Können. Monatelanges Training in der Freizeit geht der Teilnahme voraus und es ist beeindruckend, das Zusammenspiel von Tier und Mensch zu beobachten.

Mit jeder Faser ihres Körpers versuchen die Hunde den geringst angedeuteten Befehlen und Gesten der Polizistinnen/Polizisten zu entsprechen und ihr Bestes zu geben. Eine Sensibilität, die auch im Ernst- und Einsatzfall dringendst geboten ist. Besonders für den Wettkampf geeignet seien fünf- bis sechsjährige Hunde, so ein Teilnehmer. Jüngere Hunde seien oft noch zu verspielt bzw. zu leicht ablenkbar.
Monatelange Vorbereitungen – mit wachsender Intensität - für die Meisterschaften hatte auch das Organisationskomitee für die PDHM zu leisten. Bei Bettschar und Müller liefen die Fäden zusammen, für die Einrichtung und Gestaltung der sieben Stationen waren Bezirksinspektor Egon Muggi und Gruppeninspektor Robert Sandrieser zuständig.

Alle bedankten sich herzlich bei der ÖBV für das großzügige Sponsoring, mit dem wir einmal mehr unsere Partnerschaft mit der Exekutive bewiesen. Finanzielle Unterstützung ist wichtig, doch Partnerschaft geht darüber hinaus: daher war es selbstverständlich – und wurde auch mit Freude zur Kenntnis genommen - dass die ÖBV hochrangig bei allen Bewerben im Publikum vertreten war. Verkaufsdirektor Manfred Steinberger z.B. war ebenso vor Ort wie Landesdirektor Leopold Idl, der Regionale Vertriebsleiter (RVL) Roman Scharwitzl, zahlreiche ÖBV-Berater/-innen und – und ÖBVaktiv.
Station 1: Unterordnung und Gewandtheit


Station 3: Technischer Schutzdienst
Der Polizeihund hat den sich nicht bewegenden Schutzhelfer zu verbellen. Anschließend erfolgt die Eskortierung des Scheintäters und ein Überfall auf den Hundeführer. Bewertet wurden die Kompromisslosigkeit und die Kontrollierbarkeit des Polizeidiensthundes.

Station 7: Angriffsübung
Der Polizeidiensthund hat einen Schutzhelfer zu stellen.
Vor dem Anbiss hat der PDH ein mit Strohballen abgegrenztes und mit PET-Flaschen gefülltes Umwelthindernis zu überwinden. Der PDH hat sich durch die Umweltbelastung unbeeindruckt zu zeigen.

Nach dem Ablassen erfolgt ein kontrollierter Abgang.
Bewertet werden Kampfbereitschaft, Kompromisslosigkeit und die Kontrollierbarkeit des Polizeidiensthundes.

Mehr Infos:
Die Siegerinnen der Einzel- und
Teambewerbe auf einen Blick
