ÖBV - Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit - ÖBV Versicherung

Foto: von Mensch zu Mensch

die ÖBV: Firmen-Philosophie

Die Unternehmensphilosophie der Österreichischen Beamtenversicherung ist vor dem Hintergrund ihrer historischen Entwicklung zu sehen. Die ÖBV wurde als eine Selbsthilfeorganisation der Gewerkschaften und Verwaltungen des öffentlichen Dienstes gegründet und sieht sich daher als Spezialversicherer für die Personengruppe der öffentlich Bediensteten und deren Angehörigen mit dem Ziel, ihren Kunden, die als Kollegen betrachtet werden, Sicherheit zu besonders günstigen Konditionen zu bieten.

Menschen, die den gleichen Risiken ausgesetzt sind, haben sich zu einer Solidargemeinschaft zusammengeschlossen, um das Risiko für den Einzelnen erträglicher zu machen. Die materielle Belastung soll für ihn auf ein Mindestmaß reduziert werden. Selbsthilfe ist der gemeinsame Nenner.

Der wahre Wert der Solidarität zeigt sich vor allem für jene Kollegen, die im Dienste der Allgemeinheit erhöhten Risiken ausgesetzt sind. Die ÖBV steht dafür, dass dieses erhöhte Risiko nicht auch noch finanziell belastend wirkt.

Die ÖBV ist sich schon von ihrem Selbstverständnis her bewusst, dass es neben der sicherlich wichtigen Sicherung der Zukunft vor allem auch auf die menschliche Zuwendung ankommt. Die Konzentration der Kräfte auf einen der ÖBV nahen Personenkreis, zu dem über Jahrzehnte ein einzigartiges Vertrauensverhältnis aufgebaut und erarbeitet wurde, stellt daher die Basis für den Erfolg der ÖBV dar. Ein starkes gegenseitiges Verantwortungsbewusstsein und ein Gefühl der Zusammengehörigkeit bilden das Fundament.

Das Prinzip der Gegenseitigkeit ist die tragende Säule unseres Hauses und kommt in der Rechts form zum Ausdruck. Jeder Versicherte ist zugleich Mitbesitzer; es gibt daher keine Interessen, außer denen der Versicherten selbst.

Darüber hinaus war die enge Zusammenarbeit mit den Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes für den Aufstieg der ÖBV nach dem 2. Weltkrieg ausschlaggebend. Funktionäre in Ämtern, Organisationen und Fachverbänden, Gewerkschafter aller politischen Richtungen trugen neben dem kollegialen Zusammenwirken der vielen Mitarbeiter mit den Angestellten des Innendienstes zum Erfolg der ÖBV bei. Interessensvertretung und Versicherungsprinzip reichen sich hier die Hand. Diese historisch entstandene Gemeinschaftlichkeit soll auch in Zukunft fortgesetzt werden, wobei natürlich die Rahmenbedingungen der modernen Kommunikationsgesellschaft nicht unbeachtet bleiben dürfen. Immer mehr versteht sich die ÖBV in der ausgedehnten Wettbewerbslandschaft als Service-Organisation des öffentlichen Dienstes und ist bemüht, dieser Rolle gerecht zu werden: durch rasches Reagieren auf soziale Erfordernisse und durch die Garantie einer persönlichen und kundenorientierten Betreuung – von Kollege zu Kollege.

Heute ist die Unternehmenskonstruktion der ÖBV als „Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit“ eine Rarität in der österreichischen Versicherungswirtschaft. Die Tatsache, dass die Versicherten zugleich Mitbesitzer sind, führt zu einer besonderen Ausrichtung auf das solidarische Prinzip. So werden die traditionellen sozialen Vorgaben mit den Erfordernissen der Gegenwart in sehr stimmiger Art in Gleichklang gebracht.

Die aktuellen sozialpolitischen Diskussionen vor dem Hintergrund des internationalisierten europäischen Marktes geben dieser Wirtschafts- bzw. Rechtsform darüber hinaus eine zukunftsweisende Dimension und sind Ausdruck einer unveräußerlichen gesellschaftspolitischen Kultur.