ÖBV - Österreichische Beamtenversicherung, Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit - ÖBV Versicherung

die ÖBV in der Presse
"Ein Wandel bei der Mentalität"

Johann Hauf, Direktor der ÖBV-Versicherung, sieht ein Umdenken im öffentlichen Dienst durch die Pensionsreformdiskussion.

"Das Wort Vorsorge ist relativ jung im öffentlichen Dienst." Die nun schon Jahre dauernde Diskussion über die Pensionsreform, die mit der Harmonisierung de facto ein Ende der Beamtenpensionen bringt, hat Spuren hinterlassen. Das konstatiert jedenfalls Johann Hauf, Generaldirektor der ÖBV, vor mehr als hundert Jahren als österreichische Beamtenversicherung gegründet, im Gespräch mit der "Presse": "Der Mentalitätswandel findet statt."

Lange sei das Denkmuster vorherrschend gewesen: Als Beamter verdiene ich zwar am Anfang wenig, habe aber einen sicheren Arbeitsplatz und höre mit einer höheren Pension auf. Nun aber komme nach und nach durch die laufende Reformdiskussion um das System der Beamtenpensionen ein Mentalitätswandel in Richtung verstärkter Vorsorge bei öffentlich Bediensteten zum Tragen. Genau hier hakt die ÖBV nun mit ihrem Angebot für private Vorsorge ein. "Der Dynamik muss ich mich stellen. Wie immer man dazu steht, sie findet statt", meint Hauf.

In einem Punkt sieht der ÖBV-Chef die Beamten sogar als Vorreiter. Es sei die einzige Berufsgruppe, in der bisher die Gleichstellung zwischen Frauen und Männern bereits vollzogen sei, etwa bei den Bezügen (oder beim Pensionsantrittsalter, Anm. Red.).

Hauf zeigt auch Verständnis dafür, dass die insgesamt rund 500.000 bis 600.000 Beamten in Österreich im Zuge der Pensionsdiskussion nicht dauernd in einen Topf geworfen werden wollen. "Öffentlicher Dienst ist mehr als die paar Sektionschefs", betont Hauf. Das reiche von den Bediensteten in den Spitälern bis zur Exekutive - mit entsprechenden Unterschieden bei der Pensionshöhe.

"Die Presse" vom 24.08.2004

nach oben