Mit der ÖBV durchs Leben
Versicherung schreibt Polizei-Geschichte
Unter dem Titel „Polizisten erzählen“ startet die Österreichische Beamtenversicherung eine Imagekampagne für ihre Klientel.
Mit einer Bilanzsumme von rund 1,5 Milliarden Euro und einem Prämienvolumen von über 160 Millionen Euro zählt die Österreichische Beamtenversicherung ÖBV nicht zu den ganz Großen im Lande. Dafür lässt sie mit guten Ideen aufhorchen.
Wie neuerdings mit der Aktion „Polizisten erzählen …“. Dabei lädt das Unternehmen männliche und weibliche Polizisten ein, spannende, berührende oder auch beglückende Erlebnisse niederzuschreiben, die sie in ihrem Beruf gehabt haben. Die besten Geschichten werden von einer Jury ausgewählt und in Buchform erscheinen. Die Aktion, die bis Jänner 2010 dauern wird, hat vor kurzem begonnen, die ersten Beiträge liegen bereits vor.
Mit dem Thema Versicherung hat die Initiative vordergründig nichts zu tun, aber sehr viel mit der Philosophie, die der seit Jänner dieses Jahres amtierende Vorstandsvorsitzende Mag. Josef Trawöger verfolgt: „Wir haben eine Größe, die es uns erlaubt, flexibel genug auf unsere Kunden einzugehen und ihre individuellen Anliegen und Wünsche zu berücksichtigen.“
Öffentliche Imagekorrektur
Dazu gehört auch der Wunsch vieler Beamter, ihre Profession und die damit verbundenen Erfahrungen, die öffentlich vielfach falsch eingeschätzt werden, aus eigener Sicht darzustellen. Den Polizisten wird das mit dem Buch über ihren Beruf ermöglicht.
Die Aktion hat eine innere Logik, denn sie ist die Fortsetzung einer Versicherungsidee mit anderen Mitteln. Zu Elementen von Unfallversicherungen der ÖBV gehört nämlich beispielsweise eine psychologische Intensivbetreuung nach Berufsereignissen, die nur schwer verkraftbar sind. Und solche Ereignisse kommen bei den Hauptgruppen der Versicherten, den Polizisten, Lehrern und ÖBB-Bediensteten – besonders Lokführern – leider immer wieder vor.
Eigene Produkte für Leben und Unfall
Generell bietet das Unternehmen den Kunden der ÖBV in Zusammenarbeit mit anderen Versicherungen das komplette Versicherungsprogramm, die eigenen Produkte konzentrieren sich aber auf die Bereiche Leben und Unfall.
Sie sind, das betont Trawöger ausdrücklich, aber nicht auf den Personenkreis beschränkt, der traditionell von der ÖBV betreut wird: „Wir bauen derzeit den Vertrieb mit unabhängigen Maklern aus, weil wir sicher sind, dass unsere Produkte für diese hochqualifizierten Vermittler von großem Interesse sind und wir im Vergleich mit anderen Anbietern sehr gut abschneiden.“
Flexibilität gegenüber Partnern
Zwar räumt der Vorstandsvorsitzende, der vor kurzem eine Tour zu Mitarbeitern und Kunden in ganz Österreich absolviert hat, locker ein, dass die ÖBV in der technologischen Betreuung von Maklern noch nicht mit den Großen der Branche mithalten kann: „Aber das gleichen wir durch Flexibilität und individuelle Zuwendung zu unseren Partnern aus.“
Die ÖBV weist eine für Versicherung ungewöhnliche Gesellschaftsform auf: Sie ist ein Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit, die Versicherten sind zugleich Mitbesitzer des Unternehmens.
Versicherungsjournal,
15.5.2009
