Gruppe Arbeitnehmer

Betriebliche Kollektivversicherung (BKV)

Die Betriebliche Kollektivversicherung (BKV) der ÖBV ist für Unternehmen eine sichere Art der Mitarbeitervorsorge und eine gute Ergänzung zum staatlichen Pensionssystem. Durch die Veränderungen im staatlichen Pensionssystem wird die betriebliche Altersvorsorge – die „zweite Säule“ – immer wichtiger.

Die BKV wurde als Alternative und Ergänzung zu Pensionskassenprodukten geschaffen. Sie vereint die steuerlichen Vorteile von Pensionskassen mit Elementen der Direktversicherung. Unter bestimmten Voraussetzungen kann zwischen den beiden Modellen auch gewechselt werden.

Die Vorteile der BKV auf einen Blick:

  • Alternative und Ergänzung zum staatlichen Pensionssystem
  • Modernes Instrument der Leistungsvergütung
  • Beiträge gelten als steuermindernder Betriebsaufwand
  • Attraktive Gesamtverzinsung durch Gewinnbeteiligung
  • Beiträge ohne Lohnsteuer und Lohnnebenkosten
  • Fördert die Mitarbeiterbindung und steigert die Motivation

Das System der Betrieblichen Kollektivversicherung

Bei der BKV ist die Höhe der Grundpension garantiert. Die erworbenen Gewinnbeteiligungen erhöhen die Grundpension.
Die BKV bietet eine von Beginn an kalkulierbare und verlässliche, lebenslange Rente mit einem Garantiezins, der von Schwankungen auf dem Kapitalmarkt nicht beeinflusst wird. Außerdem garantiert die ÖBV die bei Vertragsabschluss gültige Rententafel für die gesamte Vertragslaufzeit.

Wie funktioniert die Betriebliche Kollektivversicherung?

Eine BKV wird auf Grundlage einer Betriebsvereinbarung, eines Kollektivvertrages oder auf Grundlage von Einzelvereinbarungen abgeschlossen. Die Leistungen werden entweder für alle oder für eine sachlich und betriebsbezogen abgegrenzte Gruppe von Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern erbracht.

Der Arbeitgeber zahlt Basisbeiträge in die Betriebliche Kollektivversicherung ein – ohne Lohnnebenkosten. Das Unternehmen hat außer den regelmäßigen Beitragszahlungen, die es als Betriebsausgabe absetzen kann, kaum einen Aufwand. Die Leistungen gehen direkt an die Begünstigten.

Der Arbeitnehmer kann Eigenbeiträge bis zur Höhe des Arbeitgeberbeitrages bzw. von jährlich max. € 1.000,– im Rahmen des § 108a EStG (prämienbegünstigte Pensionsvorsorge) in die BKV einzahlen.


 

Win-win-Situation: Die Beitragszahlungen durch den Arbeitgeber sind eine kostengünstige Alternative zu freiwilligen Gehaltserhöhungen. Das motiviert die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit sowie das soziale Ansehen des Unternehmens.

Flexible Gestaltung durch den Arbeitgeber

Arbeitgeber können die Betriebliche Kollektivversicherung nach unterschiedlichsten Kriterien gestalten. Sie können z. B. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für ihre Firmentreue nach Zugehörigkeitsjahren oder aufgrund Ihrer fachlichen Qualifikation auswählen. Auch geschäftsführende Gesellschafter bis 25 Prozent Firmenanteil können die BKV nutzen.

Die Höhe der Unternehmensbeiträge wird als Fixbetrag oder als Prozentsatz des laufenden Bezuges ausgewählt. Die Beiträge können sich auch aus einem Fixbeitrag und einem weiteren variablen Beitrag, der z. B. von Gewinn oder Umsatz des Unternehmens abhängig ist, zusammensetzen. Ihr ÖBV Berater bzw. Ihre ÖBV Beraterin informiert Sie gerne über Ihre Möglichkeiten.

Die Vorteile für den Arbeitgeber

  • Effiziente Pensionsvorsorge für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
  • Motivation für die Belegschaft
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit und des sozialen Ansehens des Unternehmens
  • Übertragung bestehender Pensionszusagen möglich
  • Arbeitgeberbeiträge bis zu 10 % der Bruttogehaltsumme als Betriebsausgabe absetzbar
  • Für die geleisteten Beiträge fallen keine Lohnsteuer und Lohnnebenkosten an
  • Flexible Vertragsgestaltung möglich
  • Wertzuwachs in der Bilanz nicht aktivierungspflichtig

Die Vorteile für den Arbeitnehmer

  • Garantierte Grundpension mit Hinterbliebenenund Invaliditätsvorsorge
  • Bessere Ergebnisse durch die Brutto-für-Netto Veranlagung des Arbeitgeberanteils
  • Rechnungszins und Rententafel garantiert
  • Aufstockung mit Eigenbeiträgen möglich
  • Steuerliche Förderung auch bei Eigenbeiträgen (§ 108a EStG)
  • Ansprüche bleiben auch bei Insolvenz oder Kündigung gesichert
  • Attraktive Gesamtverzinsung durch Gewinnbeteiligung
  • Veranlagungsgewinne sind KÖSt- und KESt-frei

Warum sich die BKV auszahlt

Die Modellrechnung* unten zeigt die Vorteile der BKV gegenüber einer freiwilligen Gehaltserhöhung, für die Steuern und Abgaben anfallen:

Aufwand in € (Beispiel) Freiwillige Gehaltserhöhung Betr. Kollektiv-versicherung
Aufwand Arbeitgeber monatlich 115,79 115,00
abzgl. Lohnnebenkosten Arbeitgeber (30,91 %)* – 35,79
Annahme freiwillige Gehaltserhöhung brutto 80,00
abzgl. Sozialversicherung (18,12 %) – 14,50
abzgl. Lohnsteuer (35 % Lohnsteuerprogression) – 22,93
Erhöhung netto / Beitrag BKV monatlich*** 42,57 115,00
Erhöhung netto / Beitrag BKV jährlich*** 510,84 1.380,00
* Modellrechnung Arbeitnehmer: monatliches Gehalt € 2.500,–, Alter: 30 Jahre, Bundesland: Niederösterreich, Stand Werte: 01/2016
** Lohnnebenkosten beinhalten folgende Beiträge: Sozialversicherung, Familienlastenausgleichsfonds (DB, DZ), Kommunalsteuer, Abfertigung Neu.
*** Der Sparbeitrag ergibt sich aus dem Bruttobeitrag abzüglich der Versicherungssteuer und sonstiger Versicherungskosten

 

 

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Wenn Sie wissen wollen, ob Eigenbeiträge in die BKV oder private Vorsorgeprodukte für Sie besser geeignet sind, um eine eventuelle Pensionslücke zu schließen, senden Sie uns eine Anfrage. Auf Wunsch rufen wir Sie auch gerne an. Selbstverständlich können Sie sich auch an eine ÖBV Beraterin oder einen ÖBV Berater in Ihrer Region wenden: Wir beraten Sie persönlich und völlig unverbindlich.