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Fonds – die unbekannte Größe?

Was Sie schon immer über Fonds wissen wollten, aber bisher nicht zu fragen wagten


Sparen war schon mal einfacher: Sparbücher und Sparkonten waren das Mittel der Wahl, wenn es ums Geldanlegen ging. Jetzt aber können sie nicht einmal mehr die Inflation abfedern. Was ist die Alternative? Wer mit seinem Geld Erträge erzielen möchte, kann in Fonds investieren. Klingt einfach, ist es aber nicht immer. Was Sie wissen sollten und wie Sie sich auf das Gespräch mit unseren ÖBV BeraterInnen vorbereiten können.

Am Anfang war das Wort
Der Begriff „Fonds“ stammt aus dem Französischen für Kapital. Es ist die Kurzform für Investmentfonds. Bei einem Fonds zahlen Sie quasi in einen Topf mit vielen anderen AnlegerInnen. FondsmanagerInnen wählen für Sie ein breites Spektrum an Wertpapieren (Aktien, Immobilien oder andere Wertpapiere) aus. Dabei gilt: Je höher das Risiko, desto höher die Renditechance. Ein Richtwert dafür ist die sogenannte Risikoklasse eines Fonds. Sie bestimmen selbst, welches Risiko Sie eingehen möchten.

Fremdwortdschungel Fonds
Bei Lebensversicherungen mit fondsgebundenem Anteil wird mit Fremdworten und Fachbegriffen nur so um sich geworfen. ISIN, Switch, Shift sind nur kleine Beispiele. Nehmen Sie sich vor dem Beratungsgespräch Zeit, und lesen Sie sich ein wenig in die Materie ein. Wir haben Ihnen die wichtigsten Begriffe kurz und verständlich zusammengefasst. Außerdem geben wir Ihnen einen Überblick über die häufigsten und wichtigsten Fragen zum Thema Fonds

Nur nicht hudeln
Lassen Sie sich und unseren BeraterInnen beim Gespräch Zeit. Fragen Sie nach, wenn Sie etwas nicht verstanden haben. Besser zu viel, als zu wenig gefragt. Dumme Fragen gibt es nicht. Am Ende der Beratung sollten Sie sich gut informiert und sicher fühlen. 

Verstanden? Verstanden!
Investieren Sie nur in ein Produkt, wenn Sie es auch verstanden haben. Das gilt für alle Versicherungen, für Versicherungen mit fondsgebundenem Anteil aber ganz besonders. Bei einer fondsgebundenen Lebensversicherung wird das Geld ausschließlich in Fonds investiert. Sie können Ihr Geld aber auch in sogenannte Hybridversicherungen (bei uns Kombivorsorge genannt) anlegen. Das ist – einfach gesagt – die Kombination aus einer klassischen Lebensversicherung und einer Fondsveranlagung. Lassen Sie sich den Unterschied und die Vorteile der beiden Produkte genau erklären. 

Das Finanzamt will auch was?
Bei Lebensversicherungen mit fondsgebundenem Anteil werden 4 % Versicherungssteuer von Ihren Beiträgen an das Finanzamt abgeführt. Wie bei allen Lebensversicherungen fallen keine 27,5 % KESt. auf die erwirtschafteten Erträge an. 

Es ist nicht alles grün, was glänzt
Seit 2021 müssen Kapitalanlagegesellschaften (KAG), die Fonds anbieten, angeben, wie „grün“ – also nachhaltig – ihre Fonds sind. Dafür gibt es eine Kategorisierung nach Artikel 8 bzw. 9 (laut Offenlegungsverordnung EU 2019/2088). Artikel 8 Fonds werden auch als hellgrün, Artikel 9 Fonds als dunkelgrün bezeichnet. Alle anderen Fonds werden mit Artikel 6 kategorisiert. Außerdem müssen KAGs auf ihren Webseiten ihre Nachhaltigkeitsstrategie veröffentlichen. Unsere Strategie und eine kurze Einführung in das Thema Nachhaltigkeit finden Sie unter hier

Reden wir über den Preis
Informieren Sie sich, ob und welche Kosten anfallen können – laufende Kosten, Ausgabeaufschlag etc. Fragen Sie genau nach, damit Sie gut vorbereitet sind. 

Bitte nicht
Fonds sind generell langfristige Anlageprodukte, weil sie auch in Aktien investieren und die Aktienkurse volatil (beweglich) sind. Diese Volatilität gleicht man mit einer langen Laufzeit aus. Bei Lebensversicherungen mit fondsgebundenem Anteil können Sie selbstverständlich auch während der Vertragslaufzeit Geld aus Ihrem Fonds entnehmen. Allerdings ist das Geld – anders als beim Konto – nicht sofort verfügbar. Das liegt an der Art, wie die Auszahlung berechnet wird. Mehr zu dem Thema finden Sie bei den FAQs. Für Notfälle wie z.B. eine neue Waschmaschine sollten Sie daher etwas Geld auf Ihrem Girokonto oder Ihrem Sparbuch haben. 

Und jetzt?
Wenn Sie in Fonds investieren möchten, machen Sie eine sogenannte Risikoanalyse beim Versicherungsunternehmen Ihres Vertrauens. Diese Analyse soll Sie vor Fehlentscheidungen schützen. Dabei werden Ihre Risikobereitschaft und Ihr Fondswissen abgefragt. Keine Sorge – es gibt keine Zeugnisnoten hinterher, sondern ein Produkt, das genau zu Ihnen, Ihrer Risikofreude und Ihrem Anlageziel passt.