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Ist Armut weiblich?

Im Durchschnitt verdienen Frauen gemessen am Bruttojahreseinkommen um 38 % weniger als Männer. Deshalb ist für viele Frauen der erste Auszug aus dem Pensionskonto eine böse Überraschung. Sie laufen Gefahr, mit dem Pensionsantritt in die Armutsfalle zu tappen.

Gründe für weibliche Armut

Geringere Verdienste im Vergleich zu Männern, Karenz und Teilzeitbeschäftigung aufgrund der Betreuung von Kindern oder pflegebedürftigen Erwachsenen führen zu niedrigeren Pensionsansprüchen. 

Wie definiert sich Armut?

Als arm bzw. armutsgefährdet gelten Personen, die monatlich weniger als 1.185 Euro zur Verfügung haben. Pensionistinnen sind davon besonders oft betroffen. Denn die Durchschnittsbruttopension für Frauen lag 2016 bei 904 Euro. Männer haben im Durchschnitt eine um 554 Euro höhere Pension. 


Unterschiede im beruflichen Werdegang

Der Lebenslauf von Männern verläuft meist linear: Ausbildung, Berufseinstieg, Vollzeitbeschäftigung. Lücken sind selten, die Pension ist daher leicht zu berechnen. 

Bei Frauen ist der Wiedereinstieg nach der Karenz oft schwierig, da es an Betreuungsplätzen für die Kinder fehlt. Teilzeitjobs sind meist die einzige Lösung für Berufstätigkeit. Dies wirkt sich aber negativ auf die Pensionshöhe aus. 

Wie kann Frau dem entgegen steuern?

Freiwilliges Pensionssplitting

Für die ersten 7 Jahre nach der Geburt kann der Partner bis zu 50 % seiner Teilgutschrift auf das Pensionskonto des anderen Elternteils übertragen lassen.

Nachkauf von Versicherungszeiten

Jeder nachgekaufte Versicherungsmonat kostet 1.135,44 Euro (Stand 2017). 

Selbstversicherung bei geringfügiger Beschäftigung

Bei geringfügiger Beschäftigung besteht die Möglichkeit einer freiwilligen Kranken- oder Pensionsversicherung um je 61,83 Euro (Stand 2018).

Private Pensionsvorsorge

Als individuelle und unabhängige Absicherung ist die private Pensionsvorsorge ideal. Sie bietet maßgeschneiderte Lösungen, die leistbar, flexibel und sicherheitsorientiert sind.

Unser Beratungsteam hat Erfahrung mit der Vereinbarkeit von Familie und Beruf, und auch mit Unterbrechungen oder Teilzeitphasen in der Erwerbstätigkeit. Unsere Beraterinnen planen für Sie maßgeschneiderte Vorsorgelösungen, die Ihnen Unabhängigkeit bis ins Alter sichern. Denn über das, was man selbst kennt, weiß man eben am besten Bescheid.


Quellen für die verwendeten Zahlen: Statistik Austria und Pensionsversicherung.at

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