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Walter Angerer-Niketa: Große Liegende, 1968, Kalkstein, 90 x 35 x 39 cm. Courtesy ZS art Galerie

Walter Angerer-Niketa - RÜCKBLICK/QUERSCHNITT

Der Wotruba- und Pillhofer-Schüler Walter Angerer-Niketa wurde 1940 in Wels, OÖ, geboren und lebt heute im Weinviertel, NÖ. Nach anfänglicher Reduktion der menschlichen Figur in Holz, Stein und auf Papier fand der Künstler während der 1970er- bis 80er-Jahre zu seiner für ihn charakteristischen neokonstruktivistischen, zunehmend minimalistischen Spielart der geometrischen Abstraktion. Resultat sind zeitlose, in ihrer Klarheit unvergleichliche Werke in der 2. und 3. Dimension.

2012 würdigte die ÖBV Angerer-Niketa mit einer umfassenden Retrospektive unter dem Titel „RÜCKBLICK/QUERSCHNITT“. Besonders eindrücklich sind die im Atrium präsentierten Steinskulpturen in Erinnerung, aus deren Ensemble die in ihrer Eleganz bestechende „Ma'at“ aus dunkelgrünem Serpentin in die ÖBV-Sammlung aufgenommen wurde. Dass diese Arbeit den Namen einer altägyptischen Gottheit trägt, ist kein Zufall – zeigte sich der Bildhauer doch ab Mitte der 1980er-Jahre zutiefst von der steingewordenen Spiritualität altägyptischer Monumentalkunst fasziniert.

Mit diesem Porträt gratulieren wir Walter Angerer-Niketa nachträglich ganz herzlich zu seinem 80. Geburtstag, den der Künstler bereits im März 2020 gefeiert hat.

Eine Nachlese zur Vernissage im ÖBV Atrium im Jahr 2012 und den ausgestellten Werken finden Sie hier

Mehr über den Künstler erfahren Sie auf der Webseite seiner Galerie.

Text: Mag.a Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin und Kuratorin in Wien

„Die umfassende Personale im ÖBV-Atrium hat – von unserem Engagement als Galerie einmal abgesehen – zur Wiederentdeckung dieses großartigen Künstlers einen wichtigen Beitrag geleistet.“

(Andrea Zehetbauer, Galeristin von Angerer-Niketa, 2020)

Meine Arbeit ist der Versuch, mit der minimalsten Veränderung, mit der geringsten Reduzierung des Volumens eine Bewegung, eine Verschiebung, eine Schwingung zu erreichen. Ich strebe nach Ruhe in der Bewegung und Bewegung in der Ruhe.

© Vernissagenfotos: ÖBV