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Ina Loitzls multimediales Œuvre geht buchstäblich unter die Haut. Die unverwechselbaren Werke der 1972 in Klagenfurt geborenen und seit vielen Jahren in Wien lebenden und arbeitenden Künstlerin sind deren analytischem Blick auf alles Körperliche geschuldet: auf die (vorwiegend weibliche) Anatomie und die damit verbundenen gesellschaftlichen Zuordnungen und Tabus. 

Unter dem Titel „BLUTROT“ verwandelte sich das ÖBV Atrium 2017 in ein üppig-barockes Ambiente mit Loitzls aufgepolsterten Stoff-, Latex- und Kunstlederobjekten sowie eines raumgreifenden Aderngeflechts als Wandinstallationen aus geschnittener roter Montagefolie.

Die formal wesentlich reduziertere Stickarbeit „Gap Stiching (Malala)“ findet sich seither in der ÖBV Sammlung. Sie ist eine Hommage an die pakistanische Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai und fügt sich nahtlos in Loitzls Themenkreis: Frau-Sein, Künstlerin-Sein und als solche auch Aktivistin-Sein. 

Eine Nachlese zur Vernissage im ÖBV Atrium im Jahr 2017 und den ausgestellten Werken finden Sie hier

Mehr über die Künstlerin erfahren Sie auf ihrer Webseite.

Text: Mag.a Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin und Kuratorin in Wien

„Die Serie ,Gap Stiching' soll eine Lücke füllen und Frauen vor dem Vergessen bewahren – Frauen wie Malala, die für die Bildung von Mädchen in ihrem Land kämpfte und dafür fast mit ihrem Leben bezahlte ... natürlich bezieht sich der Titel auch auf die Löcher, die ich für die Fäden bohrte und darauf, dass sich das Werk zwischen Stickerei, Zeichnung und Objekt bewegt.“

(Ina Loitzl, 2020)

Ausstellung und Vernissage haben einen Bogen zwischen den zwei Polen, die mir besonders am Herzen liegen, gespannt: meiner Kunst und meinem privaten Leben.

© Vernissagenfotos: Karl Grabherr