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Container in verschiedenen Ansichten

Josef Polleross - Fotomalereien

Der Fotograf Josef Polleross, 1963 in Neupölla im Waldviertel geboren und nach New York, Kairo und Bangkok nun in Wien lebend und arbeitend, beherrscht viele Genres der künstlerischen und journalistischen Fotografie. Von New York aus startete er in den 1980er-Jahren in Zusammenarbeit mit der Agentur JB-Pictures eine für österreichische Dimensionen außergewöhnliche Karriere als Fotoreporter, die ihn nicht nur in fast alle Erdteile brachte, sondern sich in Titelseiten vieler internationaler Printmedien niederschlug. Seine Fotos zu politischen und sozialen Reportagen erschienen u.a. in der New York Times, Washington Post, Life, Newsweek, Time, Geo, Stern und Spiegel. Parallel entwickelte sich eine vielbeachtete „freie“ fotokünstlerische Karriere. 

2007 begann sich Polleross des klassischen Bildtypus Triptychon anzunehmen und – ebenfalls ein kunsthistorischer Rückgriff – der malerischen Fotografie. Die digitale Fotografie eröffnete ihm dabei neue technische und künstlerische Möglichkeiten. Am Höhepunkt dieser Entwicklung gestaltete der Fotokünstler im Frühjahr 2011 seine Personale im ÖBV Atrium, welcher die dreiteilige Arbeit in der ÖBV Sammlung  „Container“ entstammt, die beide Merkmale meisterhaft in sich vereint. Mit seinen „Triptychs“ und „Fotomalereien“ begeisterte er nicht nur das Publikum in der ÖBV, sondern reüssierte damit auch in diversen nationalen und internationalen Ausstellungen sowie mit der Veröffentlichung exquisiter Bildbände. 

Herausragend aus der Vielzahl seiner Projekte seien Polleross‘ mit viel Aufmerksamkeit bedachte Ausstellung „Heute“ im Jüdischen Museum der Stadt Wien 2012 samt Publikation zum gegenwärtigen jüdischen Leben in Wien erwähnt sowie Einladungen zu Residencies in Teheran 2015 und 2016. Letztere fruchteten in den international erfolgreichen Serien „Wirran - Decay“ und „Old Cinemas in Iran“. 

Eine Nachlese zur Vernissage im ÖBV Atrium im Jahr 2011 und den ausgestellten Werken finden Sie hier.

Mehr über den Künstler erfahren Sie auf seiner Website.

Text: Mag.a Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin und Kuratorin in Wien

„Die Verbindung zwischen Büro- und Ausstellungsraum macht für mich die besondere Atmosphäre des ÖBV Atriums aus. Dadurch bekommen nicht nur die MitarbeiterInnen sondern auch der Kundenkreis der Österreichischen Beamtenversicherung die Gelegenheit, qualitätvolle Kunst zu sehen. Die Arbeiten erreichen so ein viel breiteres Publikum als in einer traditionellen Galerie. Auch die Möglichkeit, MusikerInnen und Fachleute zur Vernissagenbegleitung einladen zu können, ist großartig! Mag. Josef Trawöger führt mit merkbar großem Interesse und Begeisterung für die Kunst das Werk seines Vorgängers weiter.“ 
(Josef Polleross, 2021 über seine Ausstellung im ÖBV Atrium)

Die digitale Fotografie gibt mir – im Vergleich zur analogen – die absolute Kontrolle über die Genese meiner Bilder.