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Willy Puchner - Die Welt der Farben

Willy Puchner als Mensch und Künstler in aller gebotenen Kürze zu porträtieren, ist eine veritable Herausforderung – hat der vielseitig Begabte doch selbst unzählige KünstlerInnenporträts in der Wiener Zeitung zwischen 2004 und 2018 zur Freude seiner begeisterten Leserschaft gestaltet. Es sei dennoch gewagt, zumal wir es mit Puchner nicht nur mit einem hervorragenden Künstler zu tun haben, sondern auch mit einem außerordentlich liebenswürdigen und humorvoll-nachsichtigen Menschen!

1952 in Mistelbach in Niederösterreich geboren, auf der „Grafischen“ in Wien zum Fotografen und auf der Universität Wien zum Sozialphilosophen ausgebildet, arbeitet Puchner als freischaffender Fotograf, Zeichner und Autor in Wien, in Oberschützen und auf Reisen. Nicht erst seit der Covid-Pandemie, die Reisen nahezu verunmöglicht und die Sehnsucht nach der Natur bei vielen geweckt hat, lebt Puchner vornehmlich auf seinem Bauernhof im Burgenland – inmitten unzähliger scheinbarer und unscheinbarer tierischer und pflanzlicher Lebewesen. Bekannt wurde er mit seinem weltumspannenden Reise-, Foto- und Buchprojekt „Die Sehnsucht der Pinguine“. Zahlreiche Veröffentlichungen in Form von „Bilder-Büchern“, Beiträgen in Magazinen und Zeitungen sowie Ausstellungen seiner gezeichneten Collagen folgten. Zuletzt erschien die Publikation „Mein Kater Tiger“ (2020) in der Edition Nilpferd.

Für seine Personale in der ÖBV im Jahr 2013 gewährte Willy Puchner einen Einblick in den umfassenden Zyklus „Die Welt der Farben“, dem die fünf Blätter zu den Elementen Erde, Himmel und Wasser sowie zu den ökologischen Systemen Strand und Sumpf in der Sammlung des Unternehmens zuzuordnen sind. Es sind visuell dichtgebaute, poetische Blätter – Mischtechniken aus Zeichnung, Kalligraphie und Fotocollage – die einen selbst gedanklich auf Reisen gehen und den Alltag einmal gänzlich ausblenden lassen.

Eine Nachlese zur Vernissage im ÖBV Atrium im Jahr 2013 und den ausgestellten Werken finden Sie hier.

Mehr über den Künstler erfahren Sie auf seiner Website.

Text: Mag.a Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin und Kuratorin in Wien

„In guter Erinnerung von meiner Ausstellung im ÖBV Atrium 2013 ist mir, dass ich die Eröffnungsrede bei der Vernissage selbst gehalten habe.

Ich weiß nicht mehr, warum ich selbst zum Laudator wurde, aber die Leute waren begeistert und hörten meiner eigentlich viel zu langen, 33-minütigen Ansprache bis zum Schluss gebannt zu.

Außerdem war das Atrium ,gestopft‘ voll – so viel Interesse freut mich natürlich!“
(Willy Puchner, 2021)

Zeichnungen, Texte, Fundstücke, Gedanken sowie die Werkspur werden in meinen Arbeiten zu neuen Bildern verknüpft.

© Vernissagenfotos: Karl Grabherr