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Hermann Josef Painitz - TETRAKTYS 

ÖBV Atrium 
1010 Wien, Grillparzerstr. 14

Vernissage 3.10.2017 um 19 Uhr
Ausstellung: 4.10.2017 - 5.01.2018   Mo-Fr 8-16 Uhr

Programm:

Eröffnung: Mag. Josef Trawöger, Vorstandsvorsitzender der ÖBV
Kuratorin: Jacqueline Chanton
Musik: Burkhard Stangl, Avangarde- und Jazzgitarrist und Komponist
Laudatio: Mag.a Maria Christine Holter, Kunsthistorikerin

Die Würdigungsausstellung 2017 ist dem im Jahre 1938 in Wien geborenen Künstler Hermann J. Painitz gewidmet. Sein aktueller Zyklus bezieht sich auf die „Tetraktys“ (griechisch "Vierheit"), die Summe aus den Zahlen 1, 2, 3 und 4, welche 10 ergibt und im vierreihigen Punktediagramm als gleichseitiges Dreieck darstellbar ist. Nach der pythagoreischen Lehre sah man in ihr den Schlüssel zum Verständnis des Kosmos.

In Painitz' Bildern findet die „Tetraktys“ jedoch nicht als Dreieck ihren Niederschlag, sondern in Form konzentrischer Kreise. Die unterschiedlich großen, variabel eingefärbten und nach eigenen Gesetzen angeordneten Kreise und Ringfelder visualisieren die besagten Zahlenverhältnisse aus der Sicht eines nach „logischer Kunst“ und der Poesie der Empirik strebenden Künstlers. 

„Eins, Zwei, Drei, Vier, Zehn. Diese Grundlage des dekadischen Weltbildes entstammt der Absicht des Pythagoras, den Ursprung aufzufinden. (Andererseits: der Ursprung des Kunstwerkes ist die Kunst) Die im Bild selbst gefundene Lösung folgt einem Plan, einer Methode, einem Konzept. Es benötigt kein Verständnis, es ist selbstverständlich. Die Bilder „TETRAKTYS“ sind nur einige Möglichkeiten, die mit Hilfe methodischen Planens hervorgebracht werden können“, schrieb Hermann J. Painitz 2016 in einem programmatischen Kurztext zur Serie.

Welche bildgewordenen Möglichkeiten uns der geniale „Einzelkämpfer“ unter den österreichischen Künstlern der Nachkriegsavantgarde anbietet, davon kann man sich ab Anfang Oktober 2017 im ÖBV-Atrium überzeugen. 

Zur Person Hermann Josef Painitz

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