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Smart-Working-Zentrale Hauptbahnhof Wien

Mobilität steht in der Architektur der neuen ÖBB-Unternehmenszentrale im Fokus: Hier finden 1.650 Menschen smarte Arbeitsplätze.

 Die neue ÖBB-Unternehmenszentrale in Wien Favoriten wurde im September 2014 nach zwei Jahren Bauzeit eröffnet. Die Innenräume sind nach dem „Smart Working“-Prinzip gestaltet: Orte der Kommunikation und Begegnung wechseln sich mit Zonen des Rückzugs und der Konzentration ab.  

Wie arbeiten wir eigentlich 2015? Ganz generell: flexibler, mobiler und weniger formell. Das traditionelle Arbeiten im typischen Einzel- oder Großraumbüro mit verstaubter Zimmerpflanze mag sich kaum jemand mehr vorstellen, denn der Arbeitsplatz ist heute Kooperations- und Kommunikationsort. Die Kreativität und Produktivität von Teams wird stark vom räumlichen Umfeld und der technischen Infrastruktur – vom Smartphone über Share Points bis hin zum virtuellen Arbeitsplatz – gefördert oder eben gehemmt.

Gleichzeitig erhöht die flexible, dynamische, offene Arbeitswelt von heute und morgen den Bedarf an identitätsstiftenden und stabilisierenden Faktoren, wie ein gut gestaltetes und genutztes Büro. Diese Trends hat sich die ÖBB zu Herzen genommen und in der Gestaltung der neuen Unternehmenszentrale in Wien Favoriten, die im September 2014 eröffnet wurde, vorbildlich umgesetzt.

Mobile Räume für zeitgemäßes Arbeiten 

Die Marke ÖBB steht für Reisen und Mobilität. Diese Kernelemente finden sich bewusst auch im Design der neuen Bürolandschaft wieder. Ziel war die innen-architektonische Verknüpfung und Harmonisierung der physischen, virtuellen und sozialen Arbeitswelten – das ist mit der Unterstützung der INNOCAD-Architekten wunderbar gelungen. 

Smart Working bedeutet, Arbeitsräume zeitgemäß zu gestalten. Das Konzept der ÖBB setzt auf ein enges Zusammenspiel von Raum, Design und Technologie – denn die Arbeitsqualität der Teams wird ganz essenziell von der Qualität der physischen Arbeitsumgebung beeinflusst. Gleichzeitig gilt: Je besser die technischen Möglichkeiten, je durchdachter das architektonische Umfeld, und je häufiger das Arbeiten von zuhause oder von unterwegs werden, desto wichtiger wird das Büro als sozialer Ort der persönlichen Kommunikation.


Orte der Begegnung mit Blick über Wien

Zentraler Aspekt ist die Verwandlung des Büros in eine Wissensmanufaktur, einen Raum für Kooperation und Dialog, in dem sowohl Mobilität als auch Flexibilität und Technologie eine tragende Rolle spielen. Bürodesign und -planung passen sich an die neuen Anforderungen an: der ÖBB-Arbeitsplatz der Zukunft bietet vielfältige Zonen und Bereiche, die sowohl konzentriertes, isoliertes Arbeiten in „Me-Places“ als auch offenen Austausch und Kommunikation in „We-Places“ ermöglichen.

Die verschiedenen Funktionsbereiche sind klar getrennt: Die Mittelzone des Gebäudes dient als offener Kommunikationsbereich und soziales Zentrum für informellen Austausch, Abwechslung und Erholung. Mittels textilen Raumteilern können spontan verschiedene Zonen geschaffen werden. Multifunktionsmöbel mit hohen Rückenwänden sorgen für intime Raum-in-Raum- Situationen, in denen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ungestört arbeiten oder Gespräche führen können. So genannte Greenwalls, vertikale Wandgärten mit Echtpflanzen, vermitteln Wärme und Geborgenheit.

Eine Cafeteria, mehrere Coffeepoints und Gemeinschaftsräume bilden den Übergang zu den zentralen Infrastrukturkernen des Gebäudes. In den Turm- geschoßen, dem 18. bis 22. Stock der ÖBB-Zentrale, zählt die Dachterrasse neben der Lounge und der Chill-Area zu den Highlights des Kommunikationsbereiches. Im 23. Stock befindet sich die Skylobby, deren Meeting-räume und Loungebereich durch die gebogenen, zum Teil verspiegelten Innenwände zu einem fast 360-Grad-Blick über Wien einladen.

Arbeitsbereiche für alle Ansprüche

In die Arbeitsbereiche gelangt man durch die jeweiligen Empfangsräume, die mit den Sekretariaten direkt an die Kommunikationszonen anschließen. Offene Gruppenbüros wechseln sich mit Einzelbüros und so genannten Think Tanks mit Kopier- und Druckstationen ab. Mit unterschiedlichen Grafiken bedruckte Vorhänge im Gangbereich agieren als „zweite Fenster“ für die Büros und dienen als Filter und Raumtrenner in der Mittelzone. Pro Geschoß gibt es unterschiedlich viele und große Besprechungsräume. In vielen Bereichen haben sich die Arbeitsinhalte und konkreten Tätigkeiten deutlich verändert – mehr Projektarbeit, intensive Kooperation über Bereichs- und Unternehmensgrenzen hinweg, schnellere und vielfältigere Kommunikation sind nur einige Beispiele dafür. Mit der neuen Zentrale wurde die perfekte Basis geschaffen, die neben aufgabenorientiertem Arbeitsplatz auch Lebensraum und Inspirationsquelle ist.

Mehr zum Thema, Daten, Zahlen und Fakten können Sie in der ÖBVaktiv Nr. 80 auf den Seiten 14-15 lesen.


15.06.2015

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